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Digitales Testament gewinnt beim eIDEE-Wettbewerb 2014

Digiment, ein Testamentprojekt der Deutschen Telekom, hat den eIDEE-Wettbewerb gewonnen. Weitere vier Preise zum "digitalen Handschlag" und zum Einsatz des neuen Personalausweises (nPA) wurden gestern abend auf einer Gala-Veranstaltung verliehen.

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Die Preisträger und die Jury. Als 6. von links steht Daniel Rohnert, Testament-Experte der Deutschen Telekom

(Bild: heise online / Detlef Borchers)

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Der eIDEE-Wettbewerb 2014 suchte Ideen für ein sicheres Identitätsmanagement. Dafür haben sich nach Angaben des Veranstalters Bundesdruckerei 150 Projekte gemeldet, nun wurden die Preise vergeben. Die deutsche Telekom gewann mit ihrem digitalen Nachlassangebot Digiment den mit 10.000 Euro in Sach- und Arbeitsmitteln dotierten Hauptpreis in der Kategorie Unternehmen. Bei den Startups siegte Commocial, ein Password-Safe, der über eine App im Smartphone die Zugangsdaten verwaltet.

Die heiße Phase des eIDEE-Wettbewerbs 2014 fiel genau in die Zeit der Fußball-WM. Deshalb schickte die Bundesdruckerei ein Info-Mobil auf Tour, das vor allem den Schülerpreis bewarb. Hier siegte Lea Kuntz mit ihrem Team von der Fritz-Reuter-Oberschule, das beschrieben hatte, wie in Zukunft ein zentraler Account alle ID-Kennungen verwaltet, aber jeweils nur die benötigten Informationen freigibt. Die Beschreibung ähnelte dem EU-Projekt ABC4Trust, das an Schulen in Schweden und Griechenland erprobt wird.

Den Publikumspreis gewann Petra Glocke mit ihrer Idee vom zentralen Online-Bürgeramt, in dem alle Behördengänge mit dem neuen Personalausweis vorgenommen und Dokumente vorbereitet werden können. In der Kategorie Design zeichnete die Design-Professorin und Internet-Botschafterin Gesche Joost die junge Designerin Madeleine Cordier für ihren Entwurf IDme aus, einer interaktiven, intelligenten Smartcard, die alle Identitäten verwaltet und jeweils per Fingerabdruck zur NFC-Kommunikation freigibt. Das Video über den Einsatz von IDme zeigt sinnigerweise einen modernen Grenzübertritt am Checkpoint Charlie.

Ulrich Hamann, Chef der Bundesdruckerei, kündigte an, dass der eIDEE-Wettbewerb auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll. "Wenn der IT-Gipfel verlängert wird und stattfindet, muss auch eIDEE Ideen für die elektronische Identität sammeln." (anw)