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Digitalisierung: Rundfunk soll schneller auf Veränderungen reagieren können

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll mit Streaming-Angeboten mithalten und vom "Diktat der linearen Ausstrahlung" befreit werden, sagt Staatssekretärin Raab.

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(Bild: kentoh, shutterstock.com)

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Angesichts der dynamischen Entwicklung im digitalen Zeitalter müssen Staatsverträge der rheinland-pfälzischen Medienstaatssekretärin Heike Raab (SPD) zufolge dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk mehr Spielraum für Veränderungen geben. Es gebe quasi ein "Diktat der linearen Ausstrahlung", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Das müsse für ARD, ZDF und Deutschlandradio in der digitalen Welt überarbeitet werden. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse sich schneller verändern können angesichts des geänderten Mediennutzungsverhaltens in Zeiten von Streaming-Angeboten wie von Netflix oder Amazon Prime.

Das sei auch wichtig, um die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Rundfunkbeitrag zu erhalten, sagte Raab. Denn: "Die Menschen haben unglaublich hohe Mediennutzungskosten." Der Rundfunkbeitrag werde nur akzeptiert, wenn die Menschen auch künftig sagten, der öffentlich-rechtliche Rundfunk biete einfach ein gutes Angebot.

"Wenn wir den Staatsvertrag jedes Mal bei jeder neuen technischen Entwicklung ändern müssen, ist das ein zu starres Korsett", betonte Raab. Insofern werde darüber nachgedacht, ob einzelne Spartensender abseits der Vollprogramme in Staatsverträgen wirklich noch so detailliert beauftragt werden müssten wie bisher. Nach derzeitiger Lage müsse etwa der Staatsvertrag verändert werden, wenn beispielsweise ARD alpha nicht mehr linear ausgestrahlt, sondern nur noch als On-Demand-Angebot angeboten würde. Es passe nicht mehr in die Zeit, dass im Staatsvertrag "analog geht vor digital" stehe.

Nichtsdestotrotz glaubt Raab, dass es auch in zehn Jahren noch lineares Fernsehen gibt – "weil wir eine alternde Gesellschaft haben". Raab sagte: "Je älter wir werden, desto lieber schauen wir linear."

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(Bild: pixabay.com)

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(tiw)