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Digitalisierungskongress: Web-2.0-Nachhilfe für Verleger

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Das Web 2.0 birgt für die Verleger von Printpublikationen Risiken, aber vor allem Chancen – so in etwa lautet das Fazit des gestrigen ersten Tages des Kongresses "Magazine Media", den der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, VDZ, gemeinsam mit seinem internationalen Pendant, International Federation of the Periodical Press (FIPP), anlässlich der CeBIT austrägt. Rund 250 Teilnehmer aus 27 Ländern nehmen daran teil.

Derzeit machen die teilnehmenden Verlagshäuser nur einen kleinen Teil ihrer Umsätze online. Bei einer Ad-hoc-Umfrage per Handzeichen waren es nur eine Hand voll Teilnehmer, die mehr als 5 Prozent ihrer Umsätze online generieren. Bernd Kundrun, Vorstandsvorsitzender von Gruner & Jahr, warnte aber, aus den derzeit kleinen Zahlen die falschen Schlüsse zu ziehen. Verleger sollten aber auch nicht unüberlegt Youtube oder Co. 1 : 1 kopieren, wohl aber solche Dienste für die eigenen Medien anpassen. Wie viele andere Redner betonte er, dass es für den Erfolg im Online-Geschäft entscheidend sei, die Community einzubinden. Auch Dr. Huber Burda, Präsident des VDZ, beobachtet die Web-2.0-Szene genau. Bei seiner Keynote sagte er, dass er niemals den Tag beende, ohne bei Technorati vorbeigeschaut zu haben; schließlich wolle er wissen, was im Web passiert.

Wer sich über Web 2.0 informieren will, hat auch in der Content-Management-Arena Gelegenheit dazu, die kostenlos an allen Messetagen in Halle 3 stattfindet. Am heutigen Donnerstag lautet dort das Thema "Web Content Management 2.0". Am Sonntag, dem 18. März, versucht man sich zum Thema „Web-logging & Social Media“ an einer Barcamp-ähnlichen Veranstaltung, also einer sich selbst organisierenden Ad-hoc-Konferenz. Im Rahmen des heise CeBIT Forum schließlich findet am heutigen Donnerstag um 15.00 Uhr eine Podiumsdiskussin zum Thema „Sinn und Unsinn von User Generated Content“ statt, mit dem Blogger Jörg Kantel vom Schockwellenreiter, Arne Klempert, Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland e.V., dem Trägerverein der Wikipedia, und Frank Penning von Holtzbrinck eLab. (jo)