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DiiVA-Konsortium veröffentlicht die Spezifikation ihrer neuen AV-Schnittstelle

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Das etablierte High-Definition Multimedia Interface (HDMI) soll Konkurrenz bekommen: Ein Konsortium aus chinesischen CE-Geräteherstellern hat diese Woche die erste Spezifikation der DiiVA-Schnittstelle (Digital Interactive Interface for Video & Audio) veröffentlicht. Namhafte Unternehmen wie LG, Panasonic, Samsung und Sharp sollen ebenfalls mit von der Partie sein.

Das digitale Audio/Video-Interface soll drei Datenkanäle mit einer Kapazität von jeweils 4,5 GBit/s besitzen. Die maximale Übertragungskapazität einer DiiVA-Verbindung beträgt demnach 13,5 GBit/s und soll die Übertragung von unkomprimierten Audio- und Video-Streams ermöglichen. Zum Vergleich: HDMI schafft in der derzeit gültigen Fassung 1.3 eine Bandbreite von 10,2 GBit/s. Für dem Rückkanal will das Konsortium eine Kapazität von 2 GBit/s reserviert haben. Dieser sogenannte Hybrid Channel soll sich auf USB- und Ethernet-Protokolle verstehen, womit DiiVA im Vergleich zu HDMI und DisplayPort die Nase vorn hätte.

An weiteren technischen Highlights verspricht das Konsortium Kabellängen von 25 Metern und die Möglichkeit, portable Geräte wie MP3-Player oder Camcorder über das Signalkabel mit Strom zu versorgen – sofern die Leistungsaufnahme des Gerätes die Grenze von 5 Watt nicht übersteigt. Damit der Standard bei den Rechteinhabern Anklang findet, ist eine Unterstützung der Kopierschutzmechanismen HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) und DTCP-IP (Digital Transmission Content Protection over Internet Protocol) vorgesehen.

Trotz der technischen Vorteile bleibt es indes abzuwarten, ob die Kunden sich mittelfristig für ein neues Audio/Video-Interface erwärmen können – schließlich wurde HDMI jahrelang als die zukunftssichere CE-Schnittstelle angepriesen und findet sich in praktisch jedem aktuellen AV-Gerät. (spo)