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DirectX 11.1 unterstützt 3D-Stereoskopie

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Mit Windows 8 will Microsoft eine überarbeitete Version der DirectX-11-Schnittstelle einführen. DirectX 11.1 bringt einige interessante Neuerungen, etwa standardisierte 3D-Stereo-Unterstützung (mitsamt Quad-Buffer-Support) für Spiele und Videos. Damit dürfte es für Entwickler bei zukünftigen Spielen unabhängig von der Grafik-Hardware einfacher sein, einen 3D-Stereo-Modus zu implementieren. So ist denkbar, dass Entwickler nicht mehr direkt auf die herstellerspezifischen Schnittstellen zugreifen müssen, sondern nur noch auf DirectX 11.1, welches wiederum standardisiert mit den Grafiktreibern oder Herstellertools kommuniziert.

Ebenfalls noch unklar ist, welche Display-Standards der Stereo-Modus via DirectX 11.1 unterstützt. Denkbar ist beispielsweise HDMI 1.4a, was 3D-Stereo-Inhalte in 1280 × 720 Pixeln mit 60 Bildern pro Sekunde (fps) überträgt. Auch bei der weit verbreiteten Full-HD-Auflösung (1920 × 1080) funktioniert das, allerdings nur mit 24 fps, was besonders bei schnellen Action-Spielen zu wenig ist. Denkbar wären auch Lösungen via Dual-Link-DVI oder DisplayPort. Allerdings hat sich zumindest bei den Consumer-Flachbildschirmen bereits der HDMI-Standard durchgesetzt, und einige Hersteller bieten stereoskopietaugliche PC-Monitore mit 1.4a-Unterstützung an, etwa Acer (GN245HQ, HN274), LG (DM2350D, D2342P) und Samsung (T23A750 LED und T27A750 LED).

Seit DirectX 10 gehören sogenannte Capability Bits (Cap Bits) der Vergangenheit an – mit diesen konnten 3D-Spiele oder Programme erkennen, welche Funktionsvielfalt die Grafik-Hardware bietet. Microsoft führt die Cap Bits mit DirectX 11.1 wieder ein, um das Renderverfahren der auf Einchipsystemen (SoCs) sitzenden GPUs zu erkennen und so die Bildberechnung bei zukünftigen, DirectX 11.1 kompatiblen Tile-Based-Deferred-Rendering-GPUs, etwa von PowerVR, effizienter zu gestalten.

Außerdem unterstützt DirectX 11.1 Target Independent Rendering und verbessert die Ausführung von universellen Berechnungen (GPGPU) und UAVs (Unordered Access Views). Darüberhinaus soll der Software-Rasterizer WARP, durch den Entwickler DirectX-Anwendungen auch ohne geeignete Grafik-Hardware testen können, schneller arbeiten. Eine Vielzahl weiterer Neuerungen listet Microsoft in einem MSDN-Library-Eintrag auf. (mfi)

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