DirectX 12 Ultimate: Grafik-API für Xbox Series X und moderne Grafikkarten

Grafikchips, die alle Funktionen der Grafik-API DirectX 12 beherrschen, bekommen künftig einen Sticker mit DirectX 12 Ultimate spendiert.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 6 Beiträge

Die Grafikeinheit der Xbox Series X beherrscht DirectX 12 Ultimate.

(Bild: Microsoft)

Von

Microsoft hat die Direct3D12-Stufe DirectX 12 Ultimate angekündigt, die Spielern künftig signalisieren soll, wenn ihre Hardware sämtliche Funktionen der Low-Level-API beherrscht. Dazu führt Microsoft einen Aufkleber ein, den alle Desktop-PCs, Notebooks und Grafikkarten mit Unterstützung für DirectX 12 Ultimate erhalten – und natürlich die kommende Xbox Series X.

Mit dabei sind Funktionen, die Microsoft Ende 2019 für DirectX 12 eingeführt hat. DirectX Raytracing (DXR) in Version 1.1 gibt Entwicklern mehr Kontrolle über die Erstellung der virtuellen Strahlen und kann mit AMDs Radeon-Grafikchips umgehen. Mesh Shader vereinfachen die Render-Pipeline und ersetzen unter anderem die getrennten Vertex-, Domain- und Geometrie-Shader. Insbesondere bei der Geometrie sollen Mesh Shader mehr Flexibilität bieten.

Das DirectX Sampler Feedback hilft dabei, den Speicherbedarf durch Texturen in immer größer werdenden 3D-Welten in Zaum zu halten. Es teilt der Spiele-Engine mit, welche Teile der 3D-Welt der Spieler sieht und welche Texturen somit hochauflösend dargestellt werden sollten. Für das Laden der Texturen gibt Microsoft Entwicklern unterschiedliche Werkzeuge an die Hand. Sampler Feedback ermöglicht zudem Texture Spacing Shading, welches das Shading per Compute erledigt und von der Grafik-Pipeline trennt. So lassen sich laut Microsoft aufwendige Beleuchtungen mit höheren Bildraten erstellen.

DirectX 12 Ultimate läuft als höchste Direct3D12-Stufe auf Windows-10-PCs und der Xbox Series X. Die neue Konsolengeneration soll die Nutzung der Grafikfunktionen zügig vorantreiben. Dank Fallback-Modi laufen entsprechende Spiele aber auch auf Hardware, die DirectX 12 Ultimate nicht vollumfänglich unterstützen. Je nachdem, wie streng Microsoft bei den Feature-Levels der einzelnen Funktionen ist, könnten Nvidias GeForce-RTX-Grafikkarten den Aufkleber für DirectX 12 Ultimate bekommen. Bei AMD dürfte das mit den kommenden RDNA-2-Modellen der Fall sein.

(mma)