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Display Week 2018: Zungenroller fürs Shutter-Display

Ein Display der etwas anderen Art zeigt die New Visual Media Group auf der Display Week: Statt mit Flüssigkristallen oder organischen Leuchtstoffe erzeugt NVMG die Bildpunkte mit kleinen Metallröllchen, die auf Knopfdruck ausrollen.

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Display Week 2018: Zungenroller fürs Shutter-Display

Im eigens eingerichteten F&E-Bereich auf der Display Week, der sogenannten iZone, können Universitäten, kleine Forschungsgruppen und auch große Firmen, deren Entwicklung noch in einem frühen Stadium ist, ihre Projekte präsentieren. Hier findet man spannende, witzige und manchmal auch skurrile Ideen – wie das Metallzungen-Display der NVMG aus New Jersey.

Deren hochreflektives, elektrostatisches Shutter-Display ist vornehmlich für energieffiziente, robuste Außenanzeigen gedacht. Jedes Pixel des Shutter-Displays besteht aus einer kleinen Metallzunge, die sich unter Spannung zu einer reflektierenden Pixelfläche ausrollt. Nimmt man die Spannung weg, rollen sich die Metallzungen wieder ein und geben die dahinter liegenden farbigen, weißen oder schwarzen Felder frei.

Die nötige Steuerspannung beträgt über 100 Volt, doch weil der Strom gering ist, hält sich auch der Energiebedarf des Billbooard in Grenzen. Laut NVMG benötigt ein mit eigenem Backlight ausgestattetes – und damit selbst leuchtendes – Shutter-Display nur ein Zehntel der Energie eines gleichgroßen LED-Panels. Ohne eigene Beleuchtung sind es noch deutlich weniger, zumal das Display den jeweiligen Bildinhalt für einige Zeit ohne Spannung behält und für einen Bildrefresh nur einen kurzen Impuls benötigt.

Neben dem geringen Energiebedarf spreche auch das geringe Eigengewicht für das elektrostatische Shutter-Display, erklärten die Entwickler gegenüber heise online. Die Kosten beziffert New Vision Media Group auf ein Siebtel der Kosten für ein ebenso hoch auflösendes LED-Panel – letzteres dürfte allerdings deutlich leuchtstärker sein. Die Gruppe hat beispielhaft einen Preisvergleich angestellt: Eine 150.000 US-Dollar teure LED-Wand soll mit NVMG-Technik nur rund 11.000 US-Dollar kosten. Wann das System erhältlich sein wird, verriet NVMG nicht. (uk)

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