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Display Week: 4K-OLEDs gedruckt und aufgerollt

Japan Display Inc. macht mit hochauflösenden gedruckten OLEDs Hoffnung, dass wir irgendwann doch noch OLED-Monitore bekommen.

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(Bild: Ulrike Kuhlmann / c't magazin)

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Der japanische Panelhersteller JDI hat auf der Display Week Einblick in die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten seiner OLED-Sparte gegeben. Besucher konnten ultrahochauflösende 4K-OLEDs begutachten, die im Druckverfahren hergestellt wurden. Gedruckt bedeutet in diesem Fall, dass das organische Leuchtmaterial im Tintendruckverfahren auf das Glassubstrat aufgetragen wird. Darunter sitzt die Ansteuerelektronik mit Pixeltransistoren in LTPS-Technik (Low Temperature PolySilicon).

Um die emittierten Wellenlängenbereiche zu schärfen und damit die Farben zu verbessern, hat JOLED jedes Subpixel mit Microcavities versehen. In diese wird der organische Leuchtstoff eingebracht, der von dort nach oben strahlt (Top Emission). JOLED spezifiziert einen Farbraum von 130 Prozent sRGB – sehr satte Farben also. Der Bildinhalt wird 60 mal pro Sekunde aufgefrischt, die Farbtiefe umfasst 10 Bit.

Gedruckte 4K-OLEDs von JDI (4 Bilder)

Farbstarkes 4K-OLED im 27-Zoll-Monitor; das organische Material wurde im Tintendruckverfahren auf das Substrat gebracht.
(Bild: Ulrike Kuhlmann / c't magazin)

Japan Display zeigte diese Technik an drei Beispielen: Ein 21,6-zölliger 4K-Monitor mit 204 dpi, der einen Kontrast von 1 Millionen zu eins erreichen soll. Auch angesichts seiner feinen 10-Bit-Farbauflösung empfiehlt sich der Monitor für die medizinische Begutachtung. Außerdem war ein Monitor mit 27 Zoll Diagonale (68 cm) zu sehen, der bei 4K-Auflösung gute 164 dpi erreicht.

Die Drucktechnik soll künftig deutlich preiswerter sein, als das bisher genutzte Aufdampfen des organischen Stoffes. Deshalb arbeiten fast alle Panelhersteller an dieser Technik. Bislang gibt es aber noch niemanden, der das Druckverfahren in der Serienfertigung nutzt.

JDI nimmt seine gedruckten 4K-OLEDs nicht nur für plane Monitore, sondern zeigte mit einem animierten Videozylinder, dass die organischen Displays auch flexibel sind: Dank der 4K-Auflösung mit 204 dpi wirkten die im Video gezeigten Bilder erstaunlich dreidimensional – man guckte förmlich in die Tonne hinein.

(uk)