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CES

DisplayPort in der Fassung 1.2 angekündigt

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Gerade erst kündigte HDMI Licensing auf der Consumer Electronics Show eine neuer Version sein digitales Audio/Video-Interface an, nun legte die Video Electronics Standard Association auf ihrer CES-Pressekonferenz nach: Bis zur Jahresmitte will die VESA die Spezifikation 1.2 für ihre digitale Schnittstelle DisplayPort finalisieren.

Wie bei der neuen HDMI-Fassung geht es bei DisplayPort 1.2 unter anderem darum, die maximale Datenrate zu erhöhen, um Bilder weit jenseits 1080p (Vollbilder mit 1920 × 1080 Bildpunkten) übertragen zu können. Während sich HDMI-Licensing zu Details jedoch noch ausschweigt, nannte die VESA bereits konkrete Zahlen: So soll eine maximale Datenrate je Leitung von 5,4 GBit pro Sekunde zukünftig Videobilder mit einer Auflösung von bis zu 3840 × 2160 Pixel bei einer Bildwiederholrate von 30 Vollbildern pro Sekunde ebenso ermöglichen wie 3D-Anwendungen mit Full-HD-Bildern bei 120 Hertz.

Auch beim Rückkanal zieht man mit der kommenden HDMI-Spezifikation nach, die ja einen Ethernet-Kanal vorsieht. VESA selbst spricht von einem Rückkanal, der "um die 100 MBit/s übertagen können soll". Allerdings wird beim DisplayPort dabei nur der sowieso vorhandene Rückkanal "ausgebaut". VESA versprach in diesem Zusammenhang, vor der Feigabe der Spezifikation die Abwärtskompatibilität zu existierenden Kabeln sicherstellen zu wollen.

Neu hinzu kommt zudem eine sogenannte "Multiple Streams"-Funktion, bei der sich über einen Ausgabe entweder zwei Displays mit WQXGA-Bildern (2560 × 1600 Pixel) oder bis zu vier Displays mit WUXGA-Bilder (1920 × 1200 Bildpunkte) beschicken lassen. Die Monitore lassen über einen Hub an die eine Leitung anschließen, wobei jedes Display nur dem DisplayPort-Standard 1.1 entsprechen muss. Alternativ ist es auch möglich, das Signal von einem Monitor zum nächsten weiterzureichen. Damit das klappt, müssen die Displays natürlich nicht nur über DisplayPort-Eingänge, sondern auch -Ausgänge verfügen. Dies wäre aber erst bei Version-1.2-Geräten der Fall, sodass man in der Viererkette zumindest 3 Displays der nächsten Generation benötigt (der letzte Monitor bekommt ja nur noch das Signal und muss daher wieder nur dem Standard 1.1 entsprechen). Jedes der verbundenen Display lässt sich explizit addressieren, sodass alle Schirme ein anderes Bild anzeigen können.

Schließlich will die VESA den Mini-DisplayPort offiziell in die Spezifikation aufnehmen. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Entwicklung von Apple, wobei das Unternehmen in der Vergangenheit bereits die kostenlose Vergabe von Lizenzen anbot. (Nico Jurran) / (nij)

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