Do Not Track: US-Handelsaufsicht erhöht Druck auf die Beteiligten

Die US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) droht mit einer gesetzlichen "Do Not Track"-Lösung, sollten sich die Beteiligten nicht bald auf eine freiwillige Lösung verständigen.

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Die US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) erhöht den Druck auf die Beteiligten im W3C-Standardisierungsprozess für Do Not Track. "Wenn es bis zum Ende dieses oder Anfang des nächsten Jahres für Verbraucher keine echte Do-Not-Track-Möglichkeit gibt, wird die FTC wohl darüber nachdenken, ob sie nicht gesetzliche Regelungen befürwortet", zitiert das US-Magazin Politico den FTC-Vorsitzenden Jon Leibowitz.

Die FTC befürworte zwar grundsätzlich die Selbstregulierung, doch laufe das Verfahren derzeit noch mühsam und unbefriedigend nach dem Motto zwei Schritte vor, einen zurück. Damit setzt die US-Behörde den Beteiligten erstmals ein deutliches Ultimatum. Der Behördenchef hielt zudem die Befürchtungen mancher Wirtschaftsakteure für überzogen: der Himmel werde ihnen durch Do Not Track nicht auf den Kopf fallen, das sei unglaubwürdig.

Im Rahmen einer Arbeitsgruppe versuchen Browserhersteller, Werbewirtschaft und Verbraucherschützer einen Mechanismus zu standardisieren, mit dem Nutzer einfach der Nutzung ihrer Bewegungsdaten im Web widersprechen können. Doch der Prozess ist in den vergangenen Sitzungen der Arbeitsgruppe ins Stocken geraten – so dass die EU-Kommissarin Neelie Kroes Mitte Oktober klarstellte, dass sie hier schnelle Ergebnisse erwarte. Zugleich hatte sie zu Bedenken gegeben, dass der derzeit diskutierte W3C-Standard den rechtlichen Anforderungen in der EU wohl nicht genügen werde. (vbr)