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Dokumentarfilm "Patent Absurdity" als kostenloser Download

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Auf der Internetseite patentabsurdity.com steht eine knapp 30-minütige, englischsprachige Dokumentation zur Patentierbarkeit von Software zum Download bereit. Am Beispiel des gegenwärtig vor dem Obersten Gerichtshof der USA verhandelten Falles Bilski lässt die Filmemacherin Luca Lucarini zahlreiche Gesprächspartner zu Wort kommen, darunter Programmierer, Buchautoren, Anwälte und Mathematiker.

Zu den Interviewpartnern zählen prominente Befürworter freier Lizenzmodelle wie der FSF-Gründer Richard Stallman und Eben Moglen, Chefsyndikus der Free Software Foundation. Zu Wort kommen allerdings auch Bernhard Bilski und sein Anwalt Michael Jakes, die vor dem Supreme Court für die Erteilung eines bislang zurückgewiesenen Softwarepatents kämpfen.

Dass in Lucarinis Dokumentation dennoch die kritischen Stimmen überwiegen, ist nicht allzu überraschend: Die Produktion wurde von der Free Software Foundation gefördert. Dass Patent Absurdity nicht nur Fans freier Software zu empfehlen ist, verdankt der Film seiner sachlichen und auch Laien zugänglichen Darstellung komplexer Sachverhalte. Gute Englischkentnisse sind allerdings hilfreich, um dem Argumentationsfluss zu folgen.

Als besonders anschaulich könnten viele Zuschauer die optische und akustische Umsetzung einer von Richard Stallman angeführten Analogie empfinden. Am Beispiel einer Beethoven-Symphonie zeigt Patent Absurdity, wie sich hypothetische Schutzrechte musikalischer Konzepte auf zukünftige Kompositionen ausgewirkt hätten. Vom eindrucksvollen Werk des Musikgenies wäre wenig übrig geblieben

Patent Absurdity kann in verschiedenen Qualitätsstufen heruntergeladen oder wahlweise direkt im Browser betrachtet werden. Als Codec haben die Produzenten des Film das von Patenten vermutlich nicht betroffene Ogg Theora ausgewählt. Der Film steht unter einer Creative Commons Lizenz.

(odi)