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Dolby Vision: Firmware-Update für Sony-Fernseher sorgt für Verwirrung

In den USA hat Sony das langerwartete Dolby-Vision-Update für seine UHD-TVs veröffentlicht. Doch die Fernseher kommen mit externen DV-Zuspielern nicht zurecht. Eine Beta für das Apple TV 4K gibt nun Anlass zur Hoffnung.

Dolby Vision: Firmware-Update für Sony-Fernseher

Mitte Dezember gab Sony bekannt, zu Jahresbeginn 2018 für seine TV-Modelle ZD9 (ab 3481,71 €), OLED A1 (ab 2004,93 €) und die XE93 (ab 1799 €)/XE94 (ab 3999 €)-Serie das lange erwartete Dolby-Vision-Update zu veröffentlichen. Die Firmware-Updates für die europäischen Modelle stehen bislang aber noch aus – und sollen laut Sony nun im Februar zur Verfügung gestellt werden.

In Nordamerika sind die Updates hingegen bereits erschienen, sorgten aber umgehend für Frust unter den Sony-Kunden. Der Grund: Die Dolby-Vision-Unterstützung beschränkt sich nach übereinstimmenden Berichten derzeit auf die Wiedergabe von gestreamten Videos des VoD-Anbieters Netflix. Von externen Zuspielern wie den UHD-Blu-ray-Playern von Oppo oder dem Apple TV 4K sollen die Fernseher hingegen ebensowenig Dolby-Vision-Inhalte entgegennehmen wie von USB-Sticks.

Kurze Zeit nach den ersten Berichten zu dieser Problematik erschienen Meldungen, wonach die Sony-Fernseher von den Zuspielern verlangen, die Dolby-Vision-Signale per HDMI in einer neue Variante zu übertragen. Für diese Einschätzung spricht auch die Antwort auf eine Anfrage an Sony Deutschland. Darin heißt es wörtlich: "Sony geht davon aus, dass auch andere Hersteller von Zuspielgeräten entsprechende Updates bereitstellen."

Tatsächlich gibt es seit dem heutigen Donnerstag nun Meldungen, wonach die Beta-Fassung von tvOS 11.3 für das Apple TV 4K bereits die entsprechende Übertragungsvariante anbietet – und in der Lage ist, Dolby Vision an die genannten Sony-Fernseher zu übermitteln.

Laut Forbes arbeitet Oppo ebenfalls bereits an einem entsprechendem Update für die Sony-Fernseher. Der Hersteller wird mit der Aussage zitiert, dass man aktuell noch keinen Veröffentlichungszeitpunkt nennen könne, die Angelegenheit aber höchte Priorität genieße.

Nach unbestätigten Berichten soll das Update für die Zuspieler dafür sorgen, dass dieser dem Fernseher die Verarbeitung des Dolby-Vision-Signals größtenteils abnimmt. Üblicherweise haben die TVs dafür einen speziellen Dolby-Vision-Chip integriert.

Dies wirft allerdings zwei Frage auf: Zum einen die, ob dies bedeutet, dass sich auch andere Fernseher ohne entsprechenden Chip nachträglich Dolby-Vision-fähig machen lassen, zum anderen, ob der bisherige Workaround zur Durchleitung von Dolby-Vision-Signalen durch Audio/Video-Receiver auch bei dieser Variante noch funktioniert.

Dolby Vision ist wie HDR10 ein Format zur Speicherung und Übertragung von Videobildern mit erhöhtem Kontrast (High Dynamic Range). Im Unterschied zu HDR10 ist Dolby Vision jedoch ein dynamisches Verfahren. Dies bedeutet, dass das Studio die gewünschten Metadaten zum Bildeindruck nicht nur einmal für den ganzen Film, sondern Szene für Szene und sogar Bild für Bild festlegen kann. (nij)

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