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Domain-Rückwärtssuche bei zwei Suchmaschinen

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Zwei "Suchmaschinen", myfind.de und profifinder.de, bieten jetzt im Web eine so genannte "Rückwärtssuche" nach de-Domains an. So lässt sich zum Beispiel abfragen, welche Domains eine bestimmte Person besitzt. Das DeNIC, der Registrar für de-Domains, lässt solche Abfragen seiner Whois-Datenbank aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zu.

Der Techniker Sven Schollheimer von myfind.de gab im Gespräch mit heise online an, dass alle Besitzer der 4,1 Millionen de-Domains, die angeblich in der Datenbank verzeichnet sind, persönlich um Erlaubnis gefragt wurden. Nur wenn eine solche Erlaubnis vorliegt, darf myfind.de nach Paragraf 3.1 Teledienste-Datenschutzgesetz (TDDSG) persönliche Daten erheben, verarbeiten und nutzen. Bisher ist heise online allerdings kein Domain-Besitzer bekannt, der eine solche Anfrage bekommen geschweige denn die Einwilligung zur Verarbeitung durch myfind.de gegeben hätte.

Dem entgegen behauptete Schollheimer, myfind.de habe "jede Menge" Antworten auf die verschickten 4,1 Millionen E-Mails erhalten. Nach seinen Angaben beruhe der Datenbestand auf einer "Suche im Web" nach Domainnamen und deren Inhabern. Zur Art, wie die Daten tatsächlich gesammelt wurden, wollte sich der Techniker nicht äußern. Eine Stellungnahme des völlig überraschten DeNIC, das am gestrigen Donnerstag über myfind.de informiert wurde, steht noch aus. (hob)

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