Menü

Donald Trump verbietet mehreren Behörden die Öffentlichkeitsarbeit

Mehreren US-Behörden wurde weitestgehend die Öffentlichkeitsarbeit untersagt. Das folgt auf einen Maulkorb für den National Park Service, nachdem dessen Account darauf hingewiesen hatte, wie wenige Menschen Trumps Amtseinführung sehen wollten.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 622 Beiträge
Trump

(Bild: dpa, Susan Walsh)

In den Vereinigten Staaten hat die neue Regierung unter Donald Trump einigen Behörden mehr oder weniger umfangreich ihre Öffentlichkeitsarbeit untersagt, vor allem auch in sozialen Netzen wie Twitter. Einer Zusammenfassung der US-Zeitung The Hill zufolge sind davon die Umweltschutzbehörde EPA, das Landwirtschaftsministerium und das Gesundheitsministerium betroffen. Untersagt seien jegliche Pressemitteilungen und Social-Media-Einträge, gehe aus einem internen Memo hervor.

Kurz nach Trumps Amtsübernahme hatte es solch einen Bann gegen das Innenministerium gegeben, nachdem die Nationalparkbehörde Bilder geteilt hatte, die bewiesen, dass zu Trumps Inauguration deutlich weniger Menschen gekommen waren, als zu der Amtseinführung von Barack Obama. Nach einer Entschuldigung des Accounts wurde dieser Bann inzwischen zurückgenommen.


Trumps Pressesprecher Sean Spicer gab sich dem Bericht zufolge unwissend über die Richtlinien und wollte sie deswegen nicht kommentieren. Es sei aber wohl nicht überraschend, dass eine neue Regierung auch das Vorgehen der vorigen überprüfe.

Für die betroffenen Behörden und die US-Bürger sind die Richtlinien aber durchaus problematisch. So war schon anlässlich des Maulkorbs für den National Park Service darauf hingewiesen worden, dass der wichtige Informationen etwa zu Wetterverhältnissen öffentlich mache. In ähnlicher Weise helfe auch die EPA der Öffentlichkeit, erklärt Venturebeat.

Nicht nur deshalb regt sich nun bereits Widerstand bei der Nationalparkbehörde, wo Mitarbeiter einen inoffiziellen Account eingerichtet haben, der gegen den Maulkorb antwittert. Dort fordern sie alle Follower dazu auf, ihre Abgeordneten zu kontaktieren und ein Ende der Zensur zu fordern. (mho)