Doom Eternal: Bethesda hebelt Kopierschutz Denuvo versehentlich aus

Bethesda schützt den Ego-Shooter Doom mithilfe von Denuvo – eigentlich. Eine Version wurde nämlich mit ungeschützter .exe-Datei ausgeliefert.

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(Bild: Bethesda)

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Bethesda hat den Kopierschutz Denuvo beim Ego-Shooter Doom Eternal offenbar selbst ausgehebelt. Nutzer, die Doom Eternal auf dem Bethesda Launcher gekauft haben, konnten im Spielverzeichnis neben der von Denuvo geschützten .exe-Datei auch eine zweite .exe-Datei ohne Denuvo finden.

Mit dieser ausführbaren Datei kann Doom Eternal ohne aktivierten Denuvo-Kopierschutz gestartet werden, berichten Nutzer im Gaming-Forum Resetera. Mittlerweile hat Bethesda die Datei per Patch zwar entfernt, doch das war zu spät: Laut der Webseite "Crackwatch" sind bereits gecrackte Versionen von Doom Eternal im Umlauf.

Denuvo ist kein reiner Kopierschutz, sondern ein sogenanntes Anti-Tampering-System. Es platziert im Programmcode zufällige Prüfabfragen, die die Schutzmechanismen von Plattformen wie Steam, Origin oder Bethesdas eigenem Launcher absichern sollten. Denuvo gilt als vergleichsweise sicheres System, das für Piraten schwieriger zu knacken ist als andere DRM-Maßnahmen.

Die Wirksamkeit von Denuvo sank zuletzt allerdings. Als Denuvo erstmals bei Spielen eingesetzt wurde, brauchte es oft Monate, bis ein Crack zur Verfügung stand. Mittlerweile wird Denuvo bei neuen Titeln regelmäßig innerhalb weniger Tage ausgehebelt. Bethesda hat es der Cracker-Szene nun besonders einfach gemacht.

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Bemerkenswert ist Bethesdas Versehen vor allem, weil er nicht zum ersten Mal passierte: Auch bei Rage 2 fehlte der Kopierschutz zum Verkaufsstart in der Version für den Bethesda Launcher. Nachdem das Spiel sofort gecrackt wurde, entschied sich Bethesda damals dazu, Denuvo auch auf den anderen Plattformen komplett zu entfernen. Ob das auch bei Doom Eternal passieren wird, ist unklar. Der Denuvo-Kopierschutz ist bei Spielern enorm unbeliebt, weil er die Spielperformance negativ beeinträchtigen kann. Tests mit verschiedenen Spielen zeigen, dass Denuvo vor allem die CPU belasten kann. (dahe)