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DoubleClick entlässt zehn Prozent der Mitarbeiter

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Der weltweit größte Online-Werbevermarkter DoubleClick entlässt zehn Prozent seiner Mitarbeiter und wird voraussichtlich weniger Gewinn machen als erwartet. Nach den Kündigungen werden noch 1.850 Angestellte bei DoubleClick arbeiten, gab das Unternehmen bekannt. Grund für die Entlassungen sei das Dot.Com-Sterben.

International für Aufsehen gesorgt hatte der US-Werbevermarkter vor allem durch seinen umstrittenen Umgang mit Datenmaterial. Sowohl Datenschutzorganisationen als auch das amerikanische Kartellamt gingen mit Untersuchungen und Klagen gegen den Online-Vermarkter vor; wochenlang stand DoubleClick in den Vereinigten Staaten im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik. Ursache der Auseinandersetzung war vor allem DoubleClicks Plan, eine zugekaufte E-Commerce-Datenbank mit selbst gewonnenen Surfer-Profilen zusammen zu führen.

In Deutschland unterhält die Firma Büros in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Außerhalb der USA werde der Aufbau des Unternehmens jedoch unangetastet bleiben, kündigte DoubleClick an. In den Vereinigten Staaten hingegen soll die Vermarktungsagentur in zwei Teile aufgeteilt werden: Eine Abteilung werde sich künftig um Kunden mit bekannten Internet-Markennamen kümmern, während die Sektion "Audience Network" nach Themen geordnete Sites betreuen soll. Dieser Abteilung obliegt auch das umstrittene Targeting, die speziell auf bestimmte Adressaten zugeschnittene Werbung. (mbb)