Drahtloses USB

Die Wireless-USB-Promoter-Group um Intel kündigt einen Standard für drahtlose USB-Geräte mit bis zu 480 MBit/s an; Grundlage sollen Funkstrecken nach dem Ultrawideband-Verfahren (UWB) sein.

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Von
  • Benjamin Benz

Die Wireless USB Promoter Group um Intel hat angekündigt, einen Standard für drahtlose USB-Geräte zu erarbeiten. Vorgesehen ist eine Datentransferrate von bis zu 480 MBit/s und volle Kompatibilität zum USB-2.0-Standard. So lässt sich laut Intel die gesamte Treiber- und Geräteinfrastruktur beibehalten. Die Reichweite soll, vor allem um Strom zu sparen, auf zehn Meter beschränkt bleiben.

Die Funktechnik des neuen Wireless-USB-Standards soll auf dem Ultrawideband-Verfahren (UWB) aufbauen und voraussichtlich den Frequenzbereich von 3,1 GHz bis 10,6 GHz nutzen. Dieser Bereich wurde in den USA schon für die Nutzung durch UWB-Netze freigegeben, sofern der Sender pro Megahertz einen Grenzwert von -41 dBm nicht überschreitet. Beim Einsatz von UWB wird das Nutzsignal über ein sehr großes Frequenzspektrum verteilt und liegt dabei nahe am Rauschen. Da hierbei andere Übertragungstechniken in denselben Bändern nicht gestört werden, besteht nicht mehr das Problem, ein freies Funkband zu finden und zu reservieren. (Zu UWB siehe: Revolution in kleinen Schritten, UWB kündigt sich als Nahbereichs-Funkstandard an, c't 4/2004, S. 204)

Die Multiband-OFDM-Alliance, bestehend aus zirka 60 Firmen, arbeitet sogar an einer UWB-Plattform, auf der noch mehr zukünftige Funknetze aufbauen können. Angedacht sind hier neben Wireless USB und IEEE 1394 auch die nächste Version von Bluetooth und Universal-Plug-and-Play. Erste Produkte werden schon im kommenden Jahr erwartet.

Im Gegensatz zu dem UWB-Ansatz bieten derzeit schon Firmen wie Cypress Chips für die Anbindung von USB-Geräten über 2,4-GHz-Funkstrecken an. Dies sind aber proprietäre Lösungen, die meist auf dem Direct-Sequence-Spread-Spectrum-Verfahren (DSSS) basieren. Bei dem ebenfalls vor kurzem angekündigten WiMAX-Standard hingegen geht es nicht um eine Host-Geräte-Verbindung, sondern um die Anbindung an Telekommunikationsnetze über mittlere Distanzen. (bbe)