Dream Chaser: Privater Raumtransporter legt Bruchlandung hin

Der Dream Chaser, der als privater Raumgleiter einmal dem Space Shuttle folgen soll, hat einen Testflug äußerst unsanft im Wüstensand beendet. Der verantwortliche NASA-Partner spricht aber trotzdem von einem Erfolg.

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Ein Testflug des privaten Raumgleiters Dream Chaser endete nicht ganz nach Plan, als das Gefährt auf die Seite stürzte und schließlich neben der Landebahn im Wüstensand liegen blieb. Das berichtet die Washington Post, das verantwortliche Unternehmen selbst sprach in seiner offiziellen Mitteilung lediglich von einer "Anomalie des linken Fahrgestells". Die NASA weist darauf hin, dass niemand verletzt wurde. Ein Video des Testflugs endet kurz vor dem Vorfall; die Sierra Nevada Corporation will wohl keine weiteren Aufnahmen veröffentlichen – zumindest solange die Auswertung erfolgt.

So sieht der Testflug nach einem vollen Erfolg aus.

Die Aufnahmen zeigen, wie das Raumfahrzeug aus seiner Halterung unter einem Transporthubschrauber gelöst wird und dann zur Erde gleitet. Diese Flug sei ausgezeichnet verlaufen, teilt der Betreiber mit. Die dabei gesammelten Telemetriedaten sollen nun dabei helfen, das Design weiter zu verbessern. Dazu würden sie gemeinsam mit der NASA ausgewertet. Auch aus dem Fehler am Ende könne man lernen.

Der Dream Chaser wird als möglicher Nachfolger des Space Shuttles entwickelt und soll einmal bis zu sieben Astronauten zur Internationalen Raumstation befördern können. Dem inzwischen stillgelegten Transporter der NASA gleicht er schon rein äußerlich. Geplant ist, dass der Dream Chaser einmal auf einer Atlas-V-Rakete starten und nach Missionsende im Gleitflug landen soll. Entwickelt wird er im Rahmen des Commercial Crew and Cargo Programs der NASA, in dessen Rahmen günstige privatwirtschaftliche Transportmöglichkeiten für Astronauten entwickelt werden.

Dream Chaser (4 Bilder)

Starthilfe

Die ersten Flugtest finden noch ohne Raketenstart statt. (Bild: NASA / Ken Ulbrich)

(mho)