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Dresden wird zum Zentrum für Künstliche Intelligenz

Zwei neue Institute sollen Deutschland als Standort für künstliche Intelligenz stärken. In Dresden arbeiten dafür Fraunhofer Zentrum und TU eng zusammen.

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Künstliche Intelligenz: Überall in Europa entscheiden schon Algorithmen

(Bild: Peter H, Gemeinfrei (Creative Commons CC0))

Dresden soll zu einem Zentrum für Künstliche Intelligenz werden. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat im Beisein von Bundeswissenschaftsministerin Anja Karliczek und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) den Aufbau eines neuen Instituts angekündigt. Konkret geht es um ein Zentrum für Kognitive Produktionssysteme (CPS), das die industrielle Anwendung von Künstlicher Intelligenz in den Mittelpunkt stellt. Das CPS soll an den Standorten Chemnitz und Dresden betrieben werden.

Der Fokus des Institutes liegt vorerst auf der Verbindung traditioneller und digitaler Fertigungsverfahren, die es ermöglicht neuartige Produkte mit größeren Designfreiheitsgraden herzustellen. Neue Produktionsketten sowie smarte Mikrosysteme für Anlagen und Maschinen, die deren Kommunikation, Sensorik und Betrieb kontrollieren, sollen ebenfalls erforscht werden. Der Aufbau wird mit rund 40 Millionen Euro vom Bund, Land und der EU gefördert.

"Unsere Arbeitswelt wird in Zukunft noch stärker von der Digitalisierung geprägt sein", sagte Karliczek. Dabei müsse vor allem der Mittelstand mit neuen Produktionstechnologien ausgerüstet werden. Gerade in dieser Hinsicht setze sie auf "starke Impulse" aus Dresden.

Zudem haben sich Fraunhofer und die TU-Dresden für den Aufbau eines Centers für Künstliche Intelligenz (CEE AI) ebenfalls in Dresden entschieden. Der Vertrag wurde am Montag unterschrieben. Das Zentrum umfasst mehrere Lehrstühle und Institute der Region und hat zum Ziel, das Wissen über künstliche Intelligenz in der Region zu bündeln. Die neue Forschergruppe um Professor Dr. Jens Lehmann vom Fraunhofer Institut entwickelt intelligente Dialogsysteme, insbesondere für die Anwendung in Unternehmen. (cbr)