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Dresdener Startup verspricht effizienten Bitcoin-Chip

Die Dresdner Firma Coinbau will durch spezielle Hardware das Schürfen von Bitcoins energieeffizienter und damit billiger machen – ob sich die Erzeugung der Internetwährung lohnt, hängt direkt von der Stromrechnung ab.

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Die Internetwährung Bitcoin kann man entweder an diversen Börsen gegen klassisches Geld eintauschen und bald vielleicht aus speziellen Bitcoin-Geldautomaten ziehen. Oder man macht sich seine Bitcoins auf eigener Hardware selbst. Ob sich das lohnt, hängt allerdings davon ab, ob die Stromkosten für die Abarbeitung des komplizierten Mining-Algorithmus' nicht am Ende höher liegen als der aktuelle Kurs der Krypto-Währung.

Wie die deutsche Ausgabe des Wall Street Journal berichtet, verspricht das Dresdner Start-up Coinbau Bitcoin-Selbsterzeugern bald einen Chip zu liefern, der bei ähnlichem Preis nur halb so viel Energie verbrauchen soll wie andere Bitcoin-Spezialhardware. Das soll dadurch möglich sein, dass der ASIC (application-specific integrated circuit) mit einer Versorgungsspannung betrieben wird, die eigentlich unterhalb der Spezifikation liegt. Eine eigens entwickelte Software soll angeblich sicherstellen, dass die Chips trotz der niedrigen Spannung zuverlässig arbeiten.

Einen funktionierenden Prototypen hat die Dresdner Firma allerdings offenbar noch nicht vorzuweisen – derzeit ist sie noch auf der Suche nach Investoren. Auf ihrer Agenda steht neben Entwicklung und Produktion der Bitcoin-Chips auch der Aufbau und Betrieb einer eigenen "Bitcoin-Mine" auf Island. Ob sich das ganze Projekt lohnt – für die Firma wie für ihre Kunden – muss der Wechselkurs zeigen. Im vergangenen Dezember war ein Bitcoin mal 885 Euro wert, aktuell bekommt man dafür nur noch etwa 380 Euro. (pek)