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Dritte Welt: Leben retten mit Künstlicher Intelligenz

NGOs und IT-Konzerne arbeiten an Verfahren, mit Künstlicher Intelligenz Leiden zu verhindern.

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Dritte Welt: Leben retten mit maschinellem Lernen

Bei IBM und in Nichtregierungsorganisationen wird an Projekten gearbeitet, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz die Lebensbedingungen in der Dritten Welt zu verbessern. Projekte laufen unter anderem in Afrika und Indien, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("KI soll Entwicklungsländern helfen").

Solomon Assefa, der den Forschungslabors von IBM in Kenia und Südafrika vorsteht, erklärte, seine Firma habe KI verwendet, um landwirtschaftliche Ergebnisse in bestimmten Regionen akkurat vorherzusagen – unter anderem basierend auf sich verändernden Wettermustern, Bodenfeuchte und anderen Faktoren.

Die Wachstumsprognosen helfen örtlichen Farmern dabei, Geldmittel einzuwerben, um ihren Betrieb zu erweitern. Zudem können sie bessere Entscheidungen im Bezug auf Saatgut und passenden Dünger treffen und die ideale Zeit zur Aussaat und Ernte wählen.

Rahul Panicker, Innovationschef des Wadhwani Institute for Artificial Intelligence, betonte, wie wichtig KI für die Landwirtschaft mittlerweile ist. Seine Organisation arbeitet in Indien mit Baumwollfarmern zusammen. So entstand ein Bildanalysewerkzeug, das Insektenfallen untersuchen kann, um Arten und Umfang von Schädlingsvorfällen in nahezu Echtzeit festzustellen. Anschließend gibt es Ratschläge, welche Pestizide wirken und vor allem, welche Mengen zu nutzen sind. Das hilft auch der Umwelt.

Panicker arbeitet auch an einem Projekt, bei dem Gesundheitsmitarbeiter direkt vor Ort KI und maschinelles Lernen nutzen, um das Gewicht von Neugeborenen zu prognostizieren, um dafür zu sorgen, dass Kinder nicht untergewichtig bleiben. Millionen dieser Babys sterben im ersten Jahr – falls sie überleben, können sie ihr Leben lang an Gesundheitsproblemen leiden.

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(bsc)