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Drittgrößter PC-Produzent Chinas installiert künftig MS-Produkte

Microsoft hat mit der Tsinghua Tongfang Company [1] einen weiteren großen chinesischen PC-Produzenten dafür gewinnen können, seine Produkte künftig auch mit ab Werk installierten MS-Betriebssystemen und -Programmen auszuliefern. Von dem Schritt erhofft sich der Software-Multi eine weitere Eindämmung der illegalen Nutzung seiner Produkte in China. Kopien von Betriebssystemen oder Office-Paketen aus Redmond sind im bevölkerungsreichsten Land der Erde zumindest in den Ballungszentren für wenig Geld an nahezu jeder Straßenecke zu bekommen.

Ähnliche Vereinbarungen hatte Microsoft zuvor schon mit den beiden größten Computer-Produzenten im Land – Lenovo [2] und die Founder Technology Group [3] – getroffen. Tsinghua Tongfang gilt als Nummer drei auf dem einheimischen PC-Markt. Dass die Marktführer in China inzwischen einen De-Eskalationskurs gegenüber Microsoft eingeschlagen haben, dürfte nicht zuletzt an der prominenten Stellung von Lenovo liegen, das seit der Übernahme des PC-Geschäfts von IBM als Global Player [4] auftritt. Vor allem die chinesische Regierung will negative Presse wegen möglicher Raubkopie-Unterstützung [5] möglichst vermeiden. (pmz [6])


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http://www.heise.de/-115963

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[1] http://www.thtf.com.cn/www/web/en/index.asp
[2] http://www.lenovo.com/de/de/
[3] http://www.foundertech.com/
[4] https://www.heise.de/meldung/Lenovo-verkauft-erstmals-weltweit-Computer-unter-eigener-Marke-106278.html
[5] https://www.heise.de/meldung/USA-verstaerken-Druck-auf-China-wegen-Verletzungen-geistigen-Eigentums-110964.html
[6] mailto:pmz@ct.de