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Drohne durch GPS-Spoofing ferngesteuert

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Studenten der University of Texas in Austin unter Leitung von Professor Todd Humphreys haben gezeigt, dass man ein unbemanntes Flugobjekt auf einen neuen Kurs bringen kann, indem man es mit gefälschten GPS-Daten verwirrt. Dass das wirklich funktioniert, und zwar aus einer Entfernung von über einem Kilometer, haben sie dem US-Heimatschutzministerium kürzlich in einem Stadion in White Sands (New Mexico) vorgeführt und mit einem Video dokumentiert. Darin wird die Position eines Modellbauhelikopters, der eigentlich permanent auf der Stelle schweben sollte, mehrmals wie von Geisterhand verschoben. Im kommenden Jahr wollen die Studenten die Vorführung aus einer Entfernung von 10 Kilometern wiederholen.

Wie sie die Originalsignale gestört und durch neue ersetzt haben, um anschließend die Kontrolle über die Steuerung zu übernehmen, sagen die Forscher nicht. Teuer soll die Technik jedenfalls nicht gewesen sein. Die Rede ist von rund 1000 US-Dollar.

Eine "Fernbedienung" wie die vorgestellte könnte auch im Einsatz gewesen sein, als Iran Anfang Dezember vergangenen Jahres eine US-Drohne gekapert hat. Dass Iran die Drohne unversehrt zu Boden bringen konnte, war sehr zum Ärger der USA, nicht zuletzt, weil Iran die Technik der Drohne offenbar mittlerweile entschlüsselt hat. (ola)

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