Drohnen: Laut Flugsicherung über 40 Zwischenfälle in diesem Jahr

Laut Deutscher Flugsicherung (DFS) nehmen die Probleme mit Drohnen stark zu, denn im laufenden Jahr waren es bisher schon fast dreimal so viele wie im ganzen Jahr 2015.

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(Bild: dpa, Marc Müller)

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Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wünscht eine verpflichtende Registrierung von Drohnen und Modellflugzeugen, was bei Modellfliegern auf Widerstand stößt. Laut DFS steigt die Zahl der gefährlichen Annäherungen von Drohnen an startende oder landende Flugzeuge aber stark an, nämlich auf bisher schon mehr als 40 Vorfälle im Verlauf dieses Jahres. Im gesamten Vorjahr verzeichnete die DFS lediglich 14 Fälle. Nicht enthalten in diesen Zahlen sind Zwischenfälle mit Hubschraubern, die es aber auch schon gab, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung heute meldete.

Das Bundesverkehrsministerium plant eine Kennzeichnungspflicht für alle privaten Drohnen ab 500 Gramm Gewicht zur Identifikation der jeweiligen Eigentümer und will Drohnenflüge in mehr als 100 Meter Höhe verbieten. Gewerbliche Drohnen-Piloten sollen einen Führerschein machen müssen. Im Gegenzug sollen unter bestimmten Bedingungen aber auch gewerbliche Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite des Steuerers erlaubt werden.

Drohnenflüge sind derzeit im Abstand von weniger als 1,5 Kilometern von Flughäfen verboten und nur auf Sicht erlaubt, wobei Ferngläser, Nachtsichtbrillen oder die Drohnenkamera nicht mitzählen. Außerdem muss der umgebende Luftraum ständig beobachtet werden. Mit der geplanten Neuregelung kommen weitere Verbotszonen hinzu: Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, militärische Anlagen, Kraftwerke und Anlagen der Energieerzeugung und -Verteilung, Bundesfernstraßen, Eisenbahnlinien, Menschenansammlungen, Unglücksorte, Katastrophengebiete, Einsatzorte von Polizei und anderen Sicherheitsbehörden und -Organisationen.

(mit Material der dpa) / (ciw)