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Drohnen: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Flugdrohnen sind mehr als eine Spielerei. Mittlerweile werden sie bei Polizei und Feuerwehr, aber auch in der Privatwirtschaft und der Forschung eingesetzt.

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(Bild: dpa, Felix Kästle/Symbolbild)

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Ermittlung von Brandursachen, Dokumentation von Tatorten oder Verkehrsunfällen, Aufnahmen für Werbefilmchen: Etwa 50 Mal jährlich steigen die Flugdrohnen für die sächsische Polizei in die Luft. Aktuell verfügt die Polizei über fünf jener "unbemannter Fluggeräte", teilte das Innenministerium mit. Auch im privatwirtschaftlichen Bereich werden die Geräte genutzt, wie eine Umfrage der dpa ergab.

Laut Landesdirektion wurde im vergangenen Jahr 393 Mal eine Betriebserlaubnis für die private Nutzung von Flugdrohnen erteilt. Das war deutlich weniger als in den Vorjahren. 2017 und 2016 waren es 541 und 513 Genehmigungen. In diesem Jahr waren es bisher 93.

Bei den gewerblichen Einsätzen geht es laut Landesdirektion oft um Pflanzenschutz in der Landwirtschaft, Foto-, Film- und Fernsehproduktionen, Vermessungen in schwer zugänglichen Bereichen, Verkehrszählungen oder die Inspektion von Anlagen, Gebäuden und Flächen in Industrie, Land- und Forstwirtschaft.

"Die Drohnen sind eine wunderbare Sache", sagt Mathias Bessel vom Landesfeuerwehrverband Sachsen. "Wir untersuchen noch, wo wir sie überall verwenden können." Die Einsatzkräfte erhielten dank der Drohnen bei Bränden oder Verkehrsunfällen rasch einen Überblick über die Lage. Denkbar wären Einsätze bei der Wasserrettung oder mit Messgeräten, falls giftige Stoffe im Spiel seien.

Das Helmholtz-Institut Freiberg nutzt Drohnen für die Erkundung von Rohstofflagerstätten und das nicht nur im Erzgebirge, sondern auch in Spanien, Brasilien, Namibia und auf Grönland. Dabei geht es unter anderem um die Suche nach Metallen wie Zinn, Zink, Blei, Kupfer, aber auch Indium und Germanium. "Drohnen haben viele Vorteile", sagt Richard Gloaguen, der Erkundungsexperte des Helmholtz-Institutes Freiberg für Ressourcentechnologie. "Der Einsatz ist flexibel, wir brauchen keinen Hubschrauber und keinen Piloten." Allerdings: "Die Erkundung mit Drohnen ersetzt nicht Probebohrungen. Aber sie können minimiert werden."

Die volle Drohnung c't uplink 17.8 vom 8.7.2017

(bme)