Drohnen im Flug aufladen: Energieversorgung per Laser

US-Militär und ein Drohnenhersteller arbeiten an einer neuartigen Technik zur Stromversorgung.

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Drohnenauswahl der US-Marine.

(Bild: U.S. Navy / PD)

Von
  • Ben Schwan

Die Batterien von Drohnen mit Elektroantrieb für den Endkundenmarkt halten selten länger als eine halbe Stunde. Die US-Armee kann mit derart kurzen Flugzeiten natürlich wenig anfangen, weshalb autonome Fluggeräte für den Kampfeinsatz, Unmanned Aerial Vehicles, kurz UAV, üblicherweise mit regulären Flugmotoren ausgerüstet sind.

Die dem US-Verteidigungsministerium angegliederte Militärforschungsbehörde Defense Advanced Research Projects Agency, DARPA, hat daher nun ein Projekt namens "SUPER PBD" gestartet, um Drohnen im Flug aufzuladen – mittels gerichtetem Laser. Der Kurzname SUPER PBD steht für "Stand-off Ubiquitous Power/Energy Replenishment – Power Beaming Demo", also Systeme, die nahezu überall mittels gerichteter Strahlen mit Energie versorgt werden können. Die Technik könnten in wenigen Jahren serienreif sein, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Laser lädt Drohne auf").

In Experimenten gelang es bereits, Strom über mehr als zehn Kilometer zu übertragen – Flugtests sind für Anfang 2019 angesetzt, bei denen die Drohne fünf Stunden am Stück am Himmel bleibt. Dabei wird der Laser auf Solarpaneele gerichtet, die in den Flügeln der Drohnen sitzen. Diese laden den integrierten Akku konstant auf – entweder mit der Sonne oder besagtem gerichteten Laser. Eine so versorgte Drohne könnte ununterbrochen in der Luft bleiben, hoffen die DARPA und das US-Militär. Die verwendete Drohnentechnik stammt vom Hersteller Silent Falcon aus den USA.

Derzeit wird noch untersucht, wie man das System auch durch Wolken, Regen und Nebel effizient genug einrichten kann. Zudem müssen Fragen der Sicherheit geklärt werden – die zur Aufladung verwendeten Laserstrahlen dürfen weder Menschen noch andere Flugobjekte gefährden.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)