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Drohnenabwehr: Genauere Identifizierung von Drohnen

Die Abwehr von unliebsamen Drohnen bleibt ein heißes Thema. Ein deutsche Firma hat nun ihr System aktualisiert. Überfliegende Drohnen sollen nun genau identifiziert werden können, sodass die Klassifizierung in Freund oder Feind leichter fällt.

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Drohnen, die über das überwachte Gelände fliegen, können auf einer Live-Karte beobachtet werden.

(Bild: Dedrone)

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Die deutsche Firma Dedrone hat ein neues Drohnen-Erkennungssystem auf den Markt gebracht. Das System kann laut Herstellerangabe unbemannte Flugobjekte anhand des Funkverkehrs erkennen, wenn Piloten ihre Drohne mit dem Smartphone steuern oder etwa eine Bordkamera Videosignale zum Piloten sendet. Das neue System soll auch in der Lage sein, einzelne Geräte zu identifizieren, um feststellen zu können, ob eine bestimmte Drohne häufiger in der gleichen Gegend unterwegs ist. Auf diese Weise könne die von der Drohne ausgehende Gefahr besser eingeschätzt werden.

Der DroneTracker 2.0 der Firma Dedrone.

(Bild: Dedrone)

Bisher nutzte Dedrone Kameras, Schall- und Ultraschallsensoren, um Drohnen ausfindig zu machen. Nun kommt ein WLAN-Sensor hinzu. Mit dem Sensor können auch die MAC-Adressen der Geräte gelesen werden, wodurch sich bestimmte Drohnenmodelle und einzelne Drohnen identifizieren lassen. Diese Informationen seien für die "Einschätzung des Gefahrenpotentials und die Suche nach dem Piloten" sehr wertvoll, erläutert Firmenchef Jörg Lamprecht. Das deutsche Unternehmen hat sich auf die Abwehr unliebsamer Drohnen spezialisiert.

Dass Drohnen via WLAN nicht nur zu identifizieren, sondern auch zu manipulieren sind, ist derweil nichts Neues. Unter anderem bei den DroneGames im Jahr 2012 siegte der "Virus-Copter". Er kopierte seinen Schadcode via WLAN in Nodecopter, auf denen die Software Node.js lief. Die infizierten Drohnen liefen daraufhin Amok. Außerdem können die Funksignale zu Drohnen gestört werden (jammen), um sie so etwa zu einer Landung zu zwingen. Das allerdings nur, falls das Fluggerät so programmiert ist, dass es bei abreißender Funkverbindung automatisch landet. Andernfalls sind unkontrollierte Flugzustände bis hin zum ungebremsten Absturz möglich.

Die gefiederte Drohnenabwehr bei Tests für die niederländische Polizei

(Bild: Polizei Niederlande)

Andere Abwehrsysteme setzen für eher kontrollierte Landungen auf sehr verschiedene Lösungen. Während auf der einen Seite Abfangdrohnen Netze gegen unliebsame Drohnen auswerfen, testet die holländische Polizei auf der anderen Seite das Abfangen von Drohnen per Adler. Die Firma Airbus arbeitet an Abwehrsystemen mit Störsendern und Boeing forscht an einer kompakten, tragbaren Laserkanone.

(Quelle: HIRoLab)

(kbe)