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Droidifi will Router mit Android ausreizen

Screencast zur Installation von Droidifi

Noch bis Mitte März können Interessierte auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter in die Entwicklung der Router-Firmware Droidifi investieren: Deren Entwickler wollen das eigentlich für Smartphones gedachte Betriebssystem Android auf WLAN-Router portieren. Droidifis erste Version soll etwa auf dem Cisco EA6500, dem R6300 von Netgear und dem ASUS RT-AC66U laufen.

Diese Geräte erreichen dank IEEE 802.11ac per WLAN bis zu 1,7 GBit/s, besitzen einen Gigabit-Ethernet-Switch, USB-Ports sowie ausreichend Rechenleistung, Arbeits- sowie Flashspeicher (128 MByte). Derzeit stehe bereits eine Alpha-Version der Firmware bereit, die sich über ein HTML5-Interface per Browser steuern lassen könne. Auch laufen grundlegende Arbeiten am WLAN und am Ethernet: Es fehlen allerdings noch eine robuste Firewall, QoS-Funktionen, Port-Weiterleitungen und anderes, schreiben die Droidifi-Entwickler. Droidifi liegt die Android-Version Jelly Bean (4.2.2) zugrunde, der dort laufende Linux-Kernel 3.6.11 wurde von den Entwicklern um eine Reihe eigener Treiber ergänzt.

Mit der Droidifi-Firmware sollen WLAN-Router ihr volles Potential ausspielen können, erklären die Entwickler weiter. Als Beispiele nennen sie die WLAN-Sendeleistung, das einfache Verknüpfen mehrerer WLAN-Router über ein vermaschtes Funknetz (Mesh) sowie die Möglichkeit, klassische Android-Apps auf dem Router laufen zu lassen. Ähnliche Aufgaben wie Droidifi bewältigen bereits die Router-Firmware OpenWRT sowie DD-WRT, die beide ebenfalls auf Linux aufsetzen und auf deutlich mehr und auch älteren WLAN-Routern laufen. (rek)

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