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Dropbox-Alternative Bittorrent Sync als Vorschau

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Nach der ersten Ankündigung Anfang des Jahres kann man nun den verteilten Online-Speicher Bittorrent Sync als Alpha-Version ausprobieren. Die Software steht für Windows, Mac OS X und diverse Linux-Geräte (ARM, PowerPC, x64, i386) zum Download bereit. Im Unterschied zu anderen Synchronisier- und Onlinespeichern legt Bittorrent Sync die Dateien nicht auf zentralen Servern, sondern nur auf den beteiligten Client-Geräten ab. Die Dateigröße beschränkt die Software dabei ebenso wenig wie die Gesamtgröße der Freigabe, die nur vom eigenen Plattenplatz abhängt. Damit ähnelt es mehr dem kürzlich vorgestellten AeroFS als dem bekannten Online-Speicher Dropbox.

Die Funktionen von Bittorrent Sync erreicht man über eine schnörkellose Oberfläche, die sich nach dem Start in der Symbolleiste einnistet.

Bitttorrent Sync verbindet die Geräte über ein Peer-to-Peer-Protokoll: Um über Netzwerkgrenzen zu gelangen, setzt das Programm dabei auf Techniken wie NAT-Traversal, UPnP-Portmapping sowie Relay- und Tracker-Server. Übers lokale Netz verbundene Clients erkennt es automatisch und synchronisiert zwischen diesen ohne Umwege.

Per Bittorrent Sync verbundene Clients tauschen sich zudem über bekannte Nachbarn aus (Peer exchange), können statische Adressinformationen über andere Knoten vorhalten (Known Hosts in den Ordneroptionen) sowie Distributed Hash Tables (DHT) oder Tracker-Server zur Adressauflösung einsetzen. Letztere können zudem beim Überwinden von Netzwerkgrenzen (NAT) via STUN helfen. Sollte es der Software trotzdem etwa wegen einer restriktiven Firewall nicht gelingen, eine direkte Verbindung zwischen den Clients herzustellen, kann Bittorrent Sync die Verbindung über Relay-Server aufbauen, die den verschlüsselten Verkehr an andere Clients weiterreichen.

In den Einstellugen lassen sich etwa Übertragungslimit setzen oder die Vorgaben für Portnummer oder den Namen anpassen.

Laut der Entwickler verschlüsselt Bittorrent Sync die Datenübertragung per AES mit 256 Bit langen, für jede Freigabe eindeutigen Schlüsseln. Will man ein Verzeichnis zu anderen Geräten synchronisieren, gelingt das über Schlüssel, mit denen man entweder den vollen Zugriff samt Löschberechtigung bekommt oder nur lesenden Zugriff erhält. Gäste lädt man über etwa 24 Stunden gültige Einmal-Schlüssel auf die eigenen Freigaben ein. Sämtliche Schlüssel lassen sich über die Software jederzeit erneuern. Zusätzlich zu den eigenen Schlüsseln akzeptiert die Software auch vom Nutzer selbst erstellte, die man Base64 kodieren muss und die mehr als 40 Zeichen enthalten sollten. (rek)

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