Düsseldorf verlängert Testphase der Umweltspuren

Das geringere Verkehrsaufkommen wegen der Corona-Krise verzerrt das Ergebnis der Tests der Umweltspuren in Düsseldorf. Deshalb sollen die Tests länger laufen.

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Eine Umweltspur in Düsseldorf.

(Bild: Landeshauptstadt Düsseldorf, Amt für Kommunikation)

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Die Düsseldorfer Umweltspuren sollen wegen der Corona-Pandemie länger als geplant bis zum 16. September bleiben. Ursprünglich wäre der für ein Jahr angesetzte Test der ersten beiden Spuren schon in den Osterferien ausgelaufen. Da die Umweltspuren zu Beginn der Pandemie in Deutschland teilweise aufgehoben wurden und noch immer weniger Verkehr herrscht, will die Stadtverwaltung noch Erfahrungen bis fast in den Herbst sammeln. Das geht aus einer Vorlage für den städtischen Verkehrsausschuss hervor.

Die ersten Umweltspuren waren im April 2019 eingerichtet worden. Mitte März 2020 waren die Umweltspuren dann zunächst aufgehoben worden. In der Corona-Pandemie wollte man die Pendler nicht in Busse oder Bahnen drängen. Seit dem 6. Mai sind sie wieder in Betrieb. Die Umweltspuren sind für Busse, Taxen, E-Autos und Fahrräder geöffnet. Phasenweise durften sie auch Fahrgemeinschaften benutzen. Dies ist seit knapp zwei Wochen nicht mehr erlaubt, da die neue Straßenverkehrsordnung des Bundes dies untersage, so die Verwaltung.

Aus ersten eigenen Untersuchungen leitet die Stadt ab, dass die Umweltspuren ein Erfolg sind – und positive Auswirkungen auf die Luftqualität haben. Durch Corona seien Luftmessungen und Verkehrsbeobachtung nun aber verzerrt, so die Stadt. Bis zu den Sommerferien werde sich daran nichts ändern. Die noch nötigen Verkehrszählungen könne man daher auch erst nach den Sommerferien vornehmen. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss soll für die Verlängerung Ende Mai Grünes Licht geben.

Eine umstrittene dritte Umweltspur, die unter anderem Kritik vom Landesverkehrsminister auf sich gezogen hatte, startete erst im vergangenen Herbst – und läuft daher ohnehin noch länger. (olb)