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DuoSkin: Wearables als zweite Haut

Einer Gruppe von Forschern ist es gelungen, temporäre Tattoos in interaktive Bedienoberflächen zu wandeln.

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DuoSkin: Wearables als zweite Haut

Eine Gruppe von Studenten des MIT Media Lab Cambridge und Forschern von Microsoft Research haben die Ergebnisse ihrer Arbeit zu interaktiven, temporären Tattoos vorgestellt. In ihrem DuoSkin-Papier erläutern sie ein Verfahren, bei dem hauptsächlich Blattgold zum Einsatz kommt um hauchdünne Leiterbahnen als temporäres Tattoo auf die Haut aufzubringen. In Versuchen ist es ihnen dabei gelungen, mit DuoSkin kapazitive Eingabe-Interfaces zur Steuerung von Musikspielern, NFC-Tags oder auf Temperaturschwankungen reagierende Displays auf die Haut zu bringen.

DuoSkin (7 Bilder)

Über die auf der Haut applizierten Metallfolien konnten die Forscher einfache, kapazitive Touch-Felder aufbauen, die zum Beispiel zur Mediensteuerung nutzbar wahren.

Die Temporären Tattoos lassen sich dabei nach individuellen Vorstellungen gestalten. Die Goldfolie wird zunächst auf die Tattoo-Transferfolie aufgeklebt. Die Leiterbahnen lassen sich über ein einfaches Grafikprogramm anlegen und werden über einen Schneid-Plotter auf die Folie übertragen. Danach lassen sich die DuoSkin-Tattoos – wie bei temporären Tattoos üblich – durch Auflegen auf die Haut und das durchweichen des Trägermaterials applizieren.

Als Ergebnis entstehen schicke Tattoos, die die Haut zur Smart Skin wandeln. Der Tragekomfort soll angenehm sein, allerdings ist auf den Fotos nichts zur Verkabelung der DuoSkin-Devices zu sehen. Der auch im Video vorgestellte NFC-Tag benötigt zumindest keine Energieversorgung. Bei ihren Display-Tattoos und den kapazitiven Touch-Feldern nutzten die Forscher jedoch einen Arduino Mini nebst kleiner Lithium-Polymer-Batterie, die man zur Zeit noch nicht so elegant unter der Haut verschwinden lassen kann. (sha)