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Dusk for Dawn: Asteroiden-Sonde der NASA ist Sprit ausgegangen

Woche des Abschieds für die Nasa: Erst geht Kepler der Sprit aus und jetzt auch noch der Raumsonde Dawn. Beides war erwartet worden, Forscher sind wehmütig.

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Dusk for Dawn: Asteroiden-Sonde der NASA ist Sprit ausgegangen

Dawn nähert sich Vesta (künstlerische Darstellung).

(Bild: nasa.gov)

Der mit deutscher Beteiligung gebauten Raumsonde Dawn ist nach rund elf Jahren im All und fast sieben Milliarden Kilometern der Treibstoff ausgegangen. Die Sonde sei verstummt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Donnerstag mit. Sie habe zwei geplante Kommunikationsfenster verpasst. Nachdem alle anderen Gründe dafür ausgeschlossen werden konnten, werde nun davon ausgegangen, das Dawn (auf Deutsch: Morgenröte) wie erwartet der Treibstoff ausgegangen sei.

"Dusk for Dawn" (Abenddämmerung für Morgenröte), kommentierte die NASA. "Heute feiern wir das Ende der Dawn-Mission – ihre unglaublichen technischen Errungenschaften, die wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die sie uns gegeben hat, und das ganze Team, das diese Entdeckungen ermöglicht hat", sagte NASA-Manager Thomas Zurbuchen.

Zwei Sonden auf dem Trockenen

Es war für die NASA bereits der zweite Abschied von einer bedeutenden Mission innerhalb einer Woche: Dem Weltraumteleskop Kepler war am Dienstag wie erwartet nach rund neun Jahren im All der Treibstoff ausgegangen. Der nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler (1571-1630) benannte Satellit war 2009 in die Erdumlaufbahn gebracht worden, um nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu suchen. Seitdem hat Kepler Hinweise auf Tausende von fernen Planeten gefunden.

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Dawn war im September 2007 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Die ursprünglich auf neun Jahre angelegte Mission der Sonde war bereits mehrfach verlängert worden. Die Sonde, deren Kamerasystem an wissenschaftlichen Einrichtungen unter anderem in Göttingen, Berlin und Braunschweig entwickelt und gebaut wurde, kann nun nicht mehr mit den Forschern auf der Erde kommunizieren, wird aber absehbar noch Jahrzehnte in ihrer derzeitigen Umlaufbahn um den Zwergplaneten Ceres bleiben.

Dawn nähert sich Ceres (27 Bilder)

Der Krater namens Oxo
(Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI)

Dawn hatte im März 2015 als erster Flugkörper überhaupt die Umlaufbahn eines Zwergplaneten erreicht und Ceres seitdem umrundet. Zuvor hatte die Sonde im Rahmen ihrer insgesamt rund 470 Millionen Dollar teuren Mission schon den Asteroiden Vesta besucht – sie ist damit die bislang einzige Sonde, die zwei extraterrestrische Objekte umkreist hat.

Stolz auf Dawn

Auf dem Nummernschild seines Autos stehe "Mein anderes Fahrzeug ist im Asteroiden-Gürtel" verriet Missions-Chef Marc Rayman. "Das zeigt, wie stolz ich auf Dawn bin. Wir haben die Sonde extrem beansprucht, aber sie hat die Herausforderung immer bestanden. Es ist schwer, sich von diesem großartigen Raumschiff zu verabschieden, aber es ist Zeit."

Ceres aus der Nähe (9 Bilder)

Panorama von Ceres
(Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)

Die vielen Daten, die Dawn gesammelt hat, werden Wissenschaftler allerdings noch lange beschäftigen. "Die Daten werden von Forschern durchkämmt werden, die daran arbeiten, wie Planeten wachsen, wie sie sich unterscheiden und wann und wie das Leben in unserem Sonnensystem sich entwickelt haben könnte", sagte NASA-Wissenschaftlerin Carol Raymond. "In vielerlei Hinsicht fängt das Vermächtnis von Dawn gerade erst an."

(anw)

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