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DxO OpticsPro 11 nutzt Gesichtserkennung

Der Raw-Entwickler DxO OpticsPro 11 setzt Gesichtserkennung ein, beispielsweise um Porträts bei der Kontrastkorrektur zu schützen oder rote Augen automatisch zu retuschieren. Ein neuer Vollbildmodus hilft bei der Konzentration aufs Wesentliche.

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Das Programm zur Fotobearbeitung OpticsPro 11 korrigiert gängige Fotofehler automatisch anhand von Objektivprofilen, etwa Verzeichnung, Objektivunschärfe, Vignettierung, Farbsäume und Bildrauschen. In der neuen Version erstreckt sich die Automatik auch auf die Porträtkorrektur: Die Software erkennt Gesichter und spart sie etwa bei harten Kontrastkorrekturen aus.

Die DxO-Methode zur Rauschminderung heißt Prime (probabilistic raw image enhancement) und soll nochmals verbessert worden sein, Bokeh, weiche Übergänge und Farben erhalten sowie Details herausarbeiten. Außerdem soll Prime viermal schneller arbeiten als in der Vorgängerversion.

OpticsPro nutzt in verschiedenen Korrekturdialogen Gesichtserkennung.

Das Smart-Lighting-Werkzeug nutzt Gesichtserkennung zum Aufhellen von Tiefen und Anheben des Kontrasts. Die Belichtung wird dabei aufs Gesicht optimiert. Die Funktion soll Ergebnisse liefern, die eine Spotmessung der Kamera liefert.

Auch die automatische Erhöhung des Mikrokontrasts spart Gesichter aus und soll Bildrauschen in Zaum halten. Das Werkzeug zur selektiven Tonwertkorrektur soll Bildinformationen in Schatten und Spitzlichtern wiederherstellen können, ohne flache Mitteltöne zu produzieren. Ein neues Werkzeug zur automatischen Korrektur roter Augen verwendet ebenfalls die Gesichts- und Augenerkennung.

Die Rauschminderung Prime soll bessere Resultate liefern als zuvor.

Ein Vollbildmodus blendet auf Wunsch die Bedienelemente aus. Mit Tastenkürzeln lassen sich Bilder dennoch bewerten und auswählen. Mit Pfeiltasten wechselt man von einem Bild zum nächsten; eine schwebende Leiste blendet den Namen sowie das Format ein und zeigt Schaltflächen zum Bewerten und zur Vergabe von Farbmarkierungen.

DxO OpticsPro 11 unterstützt eine Reihe neuer Kameras wie die Nikon D5. Die Anzahl unterstützter Kamera-Objektivkombinationen soll sich damit auf über 28.000 belaufen. DxO bietet das Programm in zwei Ausführungen an, die sich lediglich hinsichtlich der unterstützten Kameras und Objektive unterscheiden. Die Essentials-Version kostet 129 Euro (bis Ende Juni 99 Euro) und umfasst die Einsteigermodelle. Die Elite-Edition für 199 Euro (Einführungspreis 149 Euro) unterstützt auch Profihardware.

Update 02.06.2016 10:20 Uhr: Die Editionen unterschieden sich noch in ein paar anderen Punkten. Nur die Elite-Edition bringt die Rauschminderung Prime mit. Außerdem enthält sie den Dunstfilter DxO ClearView, ein Anti-Moiré-Werkzeug, Unterstützung für ICC-Profile und einen Preset-Editor. Die Programme sind aktivierungspflichtig: Die Essentials-Edition lässt sich auf zwei Geräten aktivieren, die Elite-Ausgabe auf dreien. (akr)