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DynDNS sperrt ungepatchte Linksys-Router

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Der Linksys-Router WRT54G unterstützt laut Leistungsbeschreibung den dynamischen Domain Name Service von DynDNS. Normalerweise kann man über DynDNS einem Rechner, der vom Provider bei der Einwahl ins Internet eine dynamische IP-Adresse zugewiesen bekommt, einen festen Hostnamen zuweisen und so trotz dynamischer IP-Adresse beispielsweise einen Webserver betreiben. Durch einen in der Firmware eingebetteten Client für DynDNS soll der Linksys-Router nun die vom Provider dynamisch zugewiesene IP-Adresse für den gewünschten dauerhaften Hostnamen stets aktuell halten. Kunden mit diesem Router mussten jedoch feststellen, dass ihr Hostname schnell bei DynDNS gesperrt oder gar gelöscht wurde.

Damit versuchte sich DynDNS gegen zu häufige Update-Versuche bei unveränderter Adresse zu wehren. Der Router WRT54G nutzt eine auf Linux basierende Firmware, die der GPL entsprechend auch als Open Source veröffentlicht wird. Durch eine fehlerhafte Implementierung des DynDNS-Clients versucht der Router jedoch minütlich, die IP-Adresse zu aktualisieren, unabhängig davon, ob sie sich geändert hat. DynDNS zählte binnen zwei Wochen mehr als 41 Millionen fehlerhafte gegenüber 140.000 korrekter Requests durch diesen einen Routertyp. Das macht rund 31 Prozent aller Änderungsaufträge aus.

Linksys hat inzwischen reagiert und mit der Firmware 1.42.3 diesen Fehler behoben. Das Update kann kostenlos von den Linksys-Webseiten bezogen werden. Allerdings ist die europäische Firmware noch auf dem Stand 1.42.2.

DynDNS will am kommenden Montag alle auf der alten Firmware basierenden Router vom Update-Service aussperren und empfiehlt deshalb dringend eine Software-Aktualisierung oder die Verwendung eines anderen Clients. (Volker Weber) / (jk)

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