E-Auto mit Solarmodulen Sion: Sono Motors verlängert Crowdfunding-Kampagne

Die Unterstützer des geplanten Elektroautos haben entschieden, dass die Geldsammelaktion bis zum 20. Januar weiterlaufen soll.

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Der Sion erweckt Neugier, doch zieht er auch ausreichend Geld an?

(Bild: Sono Motors)

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Sono Motors verlängert seine seit dem 2. Dezember 2019 laufende Geldsammelaktion für sein Projekt eines Elektroautos mit Solarmodulen auf der Karosserie namens Sion. Nun will das Münchner Unternehmen seine "Community Funding" genannte Crowdfunding-Kampagne bis zum 20. Januar 2020 laufen lassen. Dies hätten die bisherigen Unterstützer in einer Abstimmung so entschieden, teilte Sono Motors mit.

Ursprünglich wollte das Unternehmen bis zum 30. Dezember vorigen Jahres 50 Millionen Euro zusammenbekommen, es wurden aber nur 32,5 Millionen. Seitdem habe es eine weitere Million Euro Einzahlungen in Form von Reservierungen, Darlehen und Spenden gegeben, geht aus der Sono-Homepage hervor.

Für das Crowdfunding hatte sich Sono Motors entschieden, nachdem es Gespräche mit herkömmlichen Investoren abgebrochen hatte. Um dennoch das Projekt mit einem spartanisch eingerichteten Elektroauto mit Solarmodulen auf der Karosserie zu verwirklichen und damit seinen "höchsten Maßstab" anzuwenden, nämlich den Schutz der Umwelt, der Natur und des Menschen, sollten private Einzelinvestoren aushelfen.

Die Solarmodule sollen die Reichweite der Batterie, die 255 km nach WLTP-Standard beträgt, um bis zu 34 km pro Tag verlängern können. Der 120-kW-Motor soll das Gefährt auf bis zu 140 km/h beschleunigen können. Ursprünglich sollte die Serienproduktion im zweiten Halbjahr 2020 aufgenommen werden, die ersten Serienfahrzeuge sollen voraussichtlich im September 2021 im NEVS-Werk in Trollhättan gebaut werden.

Seriendesign des Elektrosolarautos Sion (33 Bilder)

Seit Ende August 2019 steht fest, wie das Interieur des Sion aussehen soll.
(Bild: Sono Motors)

Doch falls die 50 Millionen in Form von Reservierungen, Darlehen oder Spenden zusammenkommen, würde der Sion noch nicht sofort in Serie gebaut und für die veranschlagten 25.500 Euro angeboten. 28 Prozent des Geldes sollen in Validierung und Entwicklung der Komponenten fließen, 24 Prozent in Validierung und Entwicklung des Gesamtfahrzeugs, 22 Prozent in Werkzeuge, 15 Prozent in Prototypen, 5,6 Prozent für das Team und 4 Prozent für laufende Kosten aufgewendet werden.

(anw)