CES

E-Book-Reader mit zwei Bildschirmen für die Bildung

Der aufklappbare E-Book-Reader Edge von Entourage hat zwei Bildschirme: eine 9,7-Zoll-E-Ink-Anzeige und ein farbiges 10,1-Zoll-LCD-Panel.

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Von
  • Florian Müssig

Entourage Edge

(Bild: Entourage)

Das US-amerikanische Start-Up-Unternehmen Entourage präsentiert auf der CES einen ungewöhnlichen E-Book-Reader: Die linke Hälfte des Edge genannten Geräts hat ein 9,7 Zoll großes, schwarzweißes E-Ink-Display, die rechte Hälfte enthält ein farbiges LCD-Display mit 10,1 Zoll Diagonale. Auf der E-Ink-Seite dargestellte E-Books lassen sich per Stift mit Notizen, Zeichnungen oder Markierungen versehen. Das LC-Display lässt sich dagegen mit dem Finger bedienen.

Die beiden Teile sind flexibel miteinander verbunden: Man kann das Edge wie ein Buch auf- und zuklappen, umgeklappt mit einem Display oben und einem unten wie einen Tablet-PC im Arm halten oder eine Hälfte als Ständer benutzen, um das andere Display als Anzeigefläche quer vor sich auf einen Tisch zu stellen.

Das LC-Display soll den auf der E-Ink-Anzeige dargestellten Text multimedial unterstützen; dementsprechend sieht Entourage das Bildungssegment als primäres Einsatzgebiet des Edge: Während links ein wissenschaftlicher Vorgang erklärt wird, können rechts erläuternde Diagramme, Bilder oder gar Videos eingeblendet werden. Mit reinen E-Ink-basierten E-Book-Readern geht das nicht: Farbige E-Ink-Displays sind noch in der Prototyp-Phase und wie die Schwarzweiß-Variante wegen der langsamen Umschaltzeit für Videos und Animationen ungeeignet.

Damit die gute Idee nicht mangels Content stirbt, kümmert sich Entourage selbst um solchen: Das Unternehmen arbeitet mit den amerikanischen Schulbuchverlagen McGraw Hill und John Wiley & Sons zusammen und kooperiert mit der Oxford University Press. Passende Bücher sollen in Kürze über Entourage's eigenen Online-Shop vertrieben werden. Letzterer enthält nach Unternehmensangaben bereits über 200.000 normale Titel, darunter Bestseller wie etwa Stephenie Meyers Twilight-Romane, und bietet zudem Zugriff auf mehr als eine Million von Google digitalisierte Public-Domain-Bücher.

Der Edge soll mit einer Akkuladung bei aktiviertem LC-Display mindestens sechs Stunden durchhalten. Die Nutzungsdauer im reinen E-Ink-Modus soll mehr als eine Woche betragen, doch wie oft dabei umgeblättert werden darf, sagt Entourage nicht. Das Unternehmen nimmt ab sofort Vorbestellungen für das 490 US-Dollar teure Gerät entgegen und will bereits im Februar mit der Auslieferung beginnen. Ein Vertrieb außerhalb der USA ist derzeit nicht vorgesehen. (mue)