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Computex

E-Book-Reader und Tablet-Mockups von Asus

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Schick und durchdacht ist es ja, das EeePad EP121: ein dünnes und elegant in Alu gekleidetes Tablet ohne Tastatur mit 12-Zoll-Display, das man an eine Tastatur anstecken oder auf einen Ständer mit integriertem Lautsprecher stellen kann. Laufen soll es unter Windows 7 Home Premium. Nur, es ist ein Mockup, ein Gehäuse ohne Funktion. Die von Asus erwähnten technischen Daten (Core 2 Duo CULV, 2 GByte Speicher, SSD mit 32 oder 64 GByte, WLAN, Webcam, HDMI-Ausgang) sind damit eher als Zielsetzung denn als tatsächliches Datenblatt zu verstehen.

Das 10-Zoll-Tablet EP101TC kommt der Serienreife etwas näher, es bootet immerhin. Asus will es mit dem heute vorgestellten Windows Embedded Compact 7 ausliefern, doch der Prototyp lief offensichtlich mit etwas anderem: Die Oberfläche reagiert kaum auf Fingereingaben, eine andere Funktion außer einem Browser (der vorgegebene Aktionen ausführt) oder wahrscheinlicher einem Video (das so tut) war nicht abrufbar. Lustig: Obwohl Microsoft "rich and connected experiences" verspricht, zeigte das Video einen Opera-Browser. Mit Nvidias Tegra 2 soll das Gerät laufen, eine SSD mit bis zu 64 GByte ist an Bord.

Asus-Tablets auf der Computex (9 Bilder)

Kein Notebook: Die Technik steckt im Display, das man abnehmen kann -- dann hat man einen Tablet in der Hand.

Konkreter wurde es dann mit dem Eee Tablet, einem E-Book-Reader. Als Display setzt Asus weder ein augenfreundliches, aber lahmes E-Ink-Panel noch ein stromschluckendes TFT ein, sondern ein Schwarzweiß-TFT. Es stellt 64 Graustufen auf 8 Zoll Diagonale (1024 × 768) dar und zeigte ein scharfes, gut lesbares Bild mit dem ersten Eindruck nach höherem Kontrast als die E-Ink-Panels. Die Laufzeit liegt laut Asus bei 10 Stunden, weit entfernt von den Wochen, die mit E-Ink zu erreichen sind. Als Besonderheit hat Asus einen stiftbedienbaren Touchscreen eingebaut, sodass das Eee Tablet auch als Notizbuch dient – dank drucksensitiver Eingabe und leicht rauer Oberfläche schreibt es sich gut. Von einer Handschrifterkennung war nicht die Rede. Eine 2-MP-Kamera an der Rückseite hilft, die Notizen mit Fotos zu untermalen.

Finger erkennt das Tablet nicht, man muss also auch die normale E-Book-Oberfläche per Stift bedienen. Einiges lässt sich mit fünf Tasten unter dem Display steuern. Zwar entfällt das vom E-Ink bekannte lahme Umblättern mit zwischenzeitlichem Invertieren des Displays, aber einige Gedenksekunden legte der Prototyp dann doch ab und zu ein. An E-Book-Formaten sollen Epub mit Adobe-DRM, PDF, TXT und FB2 unterstützt werden. Das Eee Tablet soll noch dieses Jahr für 200 US-Dollar auf den Markt kommen, über einen Deutschlandstart ist noch nicht entschieden. (jow)