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Computex

E-Book-Reader und rasante Smartphones von Acer

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Acer Stream: Knackige Farben, gewöhnungsbedürfige Home-App.

Auf der Computex in Taiwan zeigt Acer unter anderem das für die Oberliga gedachte Android-Smartphone Stream, dessen Daten denen des Google Nexus One und HTC Desire gleichen: Das farbkräftige AMOLED-Touchdisplay hat 3,7 Zoll Diagonale und zeigt 800 × 480 Punkte. Der Prozessor stammt von Qualcomm und läuft mit 1 GHz, er ist zum Anzeigen von 720p-Filmen schnell genug – die das Stream als Besonderheit per Mini-HDMI direkt ausgeben kann. Ausgeliefert wird das Stream mit Android 2.1, zu einem späteren Update auf 2.2 war nichts in Erfahrung zu bringen. Auch äußert Acer sich noch nicht zum Preis und zum Verkaufsstart in Deutschland.

In einem Kurztest machte das Stream einen guten Eindruck: Es reagiert schnell, das Display zeigt kräftige Farben. Acer hat eine für Android-Kenner ungewohnte Oberfläche installiert, die im unteren Drittel acht Programm-Icons anzeigt und dadrüber eine Flow-Ansicht von Fotos, Musik, Filmen oder den gestarteten Anwendungen bietet. Einen Test der aktuellen Android-Smartphones bringt c't 13/10 (ab nächsten Montag am Kiosk).

Eher zur Android-Mittelklasse zählt das Liquid, von dem Acer eine Ferrari-Version zeigt. Von dem im März getesteten Liquid S100 unterscheidet es sich in der Gehäusefarbe und in der Android-Version: Statt 1.6 kommt 2.1 zum Einsatz. Auch das Design der Android-Startbildschirme hat Acer mit ein paar Ferrari-Grafiken verziert. Wer den aufsteigenden Hengst des Ferrari-Logos am Ohr tragen möchte, kann das in Form des passenden Bluetooth-Headsets tun.

Acers Mobilgeräte auf der Computex 2010 (8 Bilder)

Das AMOLED-Display des Acer Stream zeigt knackige Farben. An die auf acht Icons geschrumpfte Startleiste müssen sich Android-Kenner erst einmal gewöhnen.

Acers Kindle-Konkurrent: LumiRead L600

Auch bei den E-Book-Readern will Acer mitmischen. Der LumiRead 600 ähnelt konzeptionell dem Amazon Kindle: 6-Zoll-Display mit E-Ink-Technik, dadrunter eine kleine Tastatur und ein paar Steuertasten, das ganze im flachen und schicken Alugehäuse. Die Version mit WLAN wiegt 250 Gramm, die mit zusätzlich UMTS 35 Gramm mehr. Ein Barcodescanner an der Rückseite liest ISBN-Codes von Papierbüchern und soll dann direkt auf die digitale Version des Buchs verweisen können. Der Reader solle zuerst in fünf europäischen Ländern auf den Markt kommen, auch weil dort die in den USA starken Konkurrenten Amazon Kindle und Barnes & Nobles Nook kaum vertreten seien, sagte der Chef der IT-Produkte Jim Wong in einem Interview mit Bloomberg. Preise und Datum des Verkaufsstart verriet Acer nicht , einige Details sollen noch im Juni bekannt gegeben werden.

Zum Thema Tablet zeigte Acer eigentlich nichts. Der CEO Gianfranco Lanci betrat während Intels Keynote kurz die Bühne, bekannte sich zu MeeGo, vergaß dabei aber nicht zu erwähnen, dass auch andere Betriebssysteme für Tablets und Netbooks in Frage kämen. Dann hielt er kurz ein nicht funktionsfähiges Kästchen hoch und kündigte es als zukünftigen Tablet an – besonders wohl schien er sich dabei nicht zu fühlen. (jow)