E-Commerce: Viele Deutsche kaufen jetzt mehr online

Knapp mehr als die Hälfte der Deutschen kauft in der Coronavirus-Krise mehr online ein als vorher, ergab eine Umfrage.

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Was Deutsche online in der Coronavirus-Krise kaufen und lernen.

(Bild: Mastercard)

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Seit Beginn der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie haben 52 Prozent der Deutschen mehr online einkauft als je zuvor. 28 Prozent der Befragten gaben laut einer Umfrage im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Mastercard an, mehr Geld für digitale Erlebnisse wie Streaming, Home-Fitness oder Online-Kurse auszugeben als noch zu Jahresbeginn.

Die Deutschen kaufen zurzeit am liebsten Bücher (29 Prozent), gefolgt von Küchenutensilien (18 Prozent) sowie Puzzles und Rätselspielen (17 Prozent). Beliebt seien auch Haarfärbeprodukte (14 Prozent) und Haarschneidemaschinen (11 Prozent). Das sind Ergebnisse der Umfrage des Marktforschungsunternehmens Fly Research in der zweiten Maiwoche unter 1000 Personen in Deutschland.

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58 Prozent der Befragten nutzen den Videoanruf, um Familie, Freunde und Arbeitskollegen zu kontaktieren. Streamingdienste wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime nutzen 49 Prozent, 31 Prozent spielen Online-Videospiele. 23 Prozent nehmen an digitalen Konzerten und Festivals teil und 20 Prozent besuchen Online-Fitnesskurse, um sportlich aktiv zu bleiben. 22 Prozent haben online Geld gespendet, 16 Prozent davon spendeten zum ersten Mal.

28 Prozent der Deutschen haben mit Online-Banking begonnen, 21 Prozent lernen ihre Gesundheit digital zu managen und ihre Medikamente im Internet zu bestellen. Durch Online-Tutorials verbessern 20 Prozent ihre Heimwerker-Fähigkeiten, 19 Prozent lernen so Kochen und probieren neue Rezepte aus, 17 Prozent lernen eine neue Sprache.

81 Prozent durchsuchen Websites stundenlang nach den besten Angeboten. Für 78 Prozent der deutschen Online-Nutzer ist der Preis zurzeit auch das wichtigste Kriterium beim Online-Einkauf, für 39 Prozent ist es die Schnelligkeit.

Die Hälfte der Deutschen fürchtet sich vor Online-Betrug, 79 Prozent gaben an, dass sie beim Online-Einkauf vorsichtig sind. Um beim Einkauf auf Nummer sicher zu gehen, neigen 72 Prozent dazu, sich an bekannte Anbieter zu halten. Genauso viele überprüfen die Bewertungen der Website vor dem Kauf und 23 Prozent setzen sich mit dem Verkäufer in Verbindung, bevor sie etwas kaufen.

Die Ergebnisse der Umfrage bedeuten nicht automatisch, dass im Online-Handel auch mehr Geld als früher umgesetzt wurde. Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel hat der deutsche Online-Handel im vergangenen März 20 Prozent weniger umgesetzt als im März 2019. (anw)