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E-Government: Informationssuche nutzt jeder Zweite, beim Rest bestehen Zweifel

Über die Hälfte der befragten Personen nutzten 2018 E-Government, zur Informationssuche. Sicherheitsbedenken und fehlende Formulare bremsen private Nutzer.

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Über die Hälfte der Personen in Deutschland nutzte 2018 das Internet, um Kontakt zu Behörden oder öffentlichen Einrichtungen (E-Government) für private Zwecke aufzunehmen. Die Informationssuche auf Webseiten oder über Apps von Behörden und öffentlichen Einrichtungen zählte mit 55 Prozent der befragten Personen ab 10 Jahren zur häufigsten Nutzung. 34 Prozent nutzen das Angebot zum Herunterladen und Ausdrucken amtlicher Formulare, 18 Prozent sendeten ausgefüllte Formulare über das Internet an die Behörden zurück. Das geht aus einer Umfrage des Statischen Bundesamtes (DESTATIS) hervor.

Als Hinderungsgrund zu der geringen Online-Rücksendung der Formulare gaben 35 Prozent der befragten Personen Bedenken hinsichtlich des Schutzes und der Sicherheit von persönlichen Daten an. Das fehlende Angebot der entsprechenden Online-Formulare hinderte 28 Prozent am Online-Versand, keine ausreichenden Kenntnisse stellte für 17 Prozent ein Problem dar und für 21 Prozent hat eine andere Person die Formulare eingereicht. 16 Prozent gaben sonstige Gründe, warum ausgefüllte Formulare nicht über das Internet an eine Behörde oder öffentliche Einrichtung zurückgesendet wurde, als Antwort bei der Umfrage an.

Am häufigsten benutzten das Internet für den Kontakt mit Behörden im Jahr 2018 Personen zwischen 25 und 44 Jahren (70 Prozent) vor den 45 bis 64-jährigen (60 Prozent). In der Altersgruppe zwischen 25 und 44 Jahren gaben die wenigsten fehlende Kenntnisse für die Rücksendung der Formulare über das Internet an. Die Bedenken um den Schutz und die Sicherheit der persönlichen Daten waren laut DESTATIS bei den 25 bis 44-jährigen ebenfalls geringer (30 Prozent) als bei den über 45-jährigen (44 Prozent).

Mit der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen sollen Bürger zukünftig nicht mehr das Bürgeramt aufsuchen müssen, sondern ihre Anliegen online abwickeln können. Bund, Länder und Kommunen wollen bis spätestens Ende 2022 den Wandel zum E-Government vollzogen haben, Experten sehen das Vorhaben allerdings gefährdet.

Befragt wurden Personen ab 10 Jahren. Die Fragestellung bezog sich auf die Nutzung von E-Government-Angeboten für private Zwecke in den letzten 12 Monaten vor der Befragung. (bme)