Coronavirus: E-Learning-Boom in China

Die Coronavirus-Epidemie sorgt dafür, dass viele Schüler und Studenten zuhause bleiben müssen. Lernen können sie trotzdem.

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E-Learning-Boom in China

(Bild: Photo by Dimitri Karastelev on Unsplash)

Von
  • Ben Schwan

China hat ein landesweites E-Learning-Projekt aufgesetzt, damit Schüler auch in Zeiten der Coronavirus-Krise Bildung erfahren können. Das Cloud-Vorhaben wird von zahlreichen großen Unternehmen unterstützt, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Bildung in Zeiten des Coronavirus").

Damit das Projekt technisch auch wie gewünscht funktioniert, arbeitet die Regierung mit den drei größten Telekommunikationsunternehmen des Landes zusammen. Das sind China Mobile, China Unicom und China Telecom. Daneben gibt es eine Kooperation mit Internet- und Hardwarefirmen wie Huawei (Handys), Baidu (Suchmaschine) und Alibaba (Handelsplattform). Sie liefern für die E-Learning-Cloud insgesamt 90 Terabyte an Bandbreite und lagern die Daten auf 7000 eigens eingerichteten Servern.

Damit soll es möglich sein, dass 50 Millionen Schüler gleichzeitig auf Inhalte zugreifen können, wie die Behörden im staatlichen Sender CCTV News verkündeten. Daneben gibt es auch Livestreams. Der Dienst namens Dingtalk erlaubt es Lehrern, sich direkt ins Wohnzimmer ihrer Schüler beamen zu lassen. Die Technik stammt von Alibaba. So soll ein möglichst klassennahes Erlebnis geschaffen werden, auch wenn es anfangs noch Probleme bei der Umsetzung gab.

Mitte Februar startete eigentlich ein neues Schulsemester, doch wurde es zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben, um SARS-CoV-2 besser bekämpfen zu können. Die Menschen sollten lieber zuhause bleiben, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, so die Behörden. Parallel zu dem Cloud-Projekt werden Unterrichtsstunden für Grundschulkinder über das Fernsehen samt Internet gesendet. Die 180 Millionen Schülerinnen und Schüler sollen auch dann noch lernen, wenn die Schulen geschlossen sind. Das zentralisierte Grundschulprogramm läuft direkt im Staatsfernsehen. Wer auf Mittelschule oder Gymnasium geht, kann dagegen auf Online-Plattformen in der Cloud zurückgreifen.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)