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E-Mail-Client Thunderbird: Entwickler einstellen, Performance verbessern

Dank zunehmender Spenden kann das Team hinter dem E-Mail-Client Thunderbird um sechs Entwickler wachsen.

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Pläne für E-Mail-Client Thunderbird: Entwickler einstellen, Performance verbessern

Der quelloffene E-Mail-Client Thunderbird soll 2019 zahlreiche Verbesserungen erhalten, die die Software stabiler, schneller und leichter bedienbar machen. Dafür will das Open-Source-Projekt sechs neue Entwickler einstellen, heißt es in einem Blogbeitrag mit Ausblick aufs kommende Jahr. Eine erfreuliche Steigerung des Spendenaufkommens, der zentralen Einnahmequelle für Thunderbird, ermögliche den Zuwachs auf nunmehr 14 fest angestellte Mitarbeiter in Vollzeit.

Die neueingestellten Entwickler sollen sich dann vor allem um Verbesserungen bei der Performance kümmern, Trägheiten der Bedienoberfläche ausmerzen und an Testverfahren dafür arbeiten. Ebenfalls habe man laut dem Blogeintrag eine bessere Integration von Gmail als wichtigstem E-Mail-Anbieter auf dem Zettel. So soll unter anderem die dortige Label-Funktion auch in Thunderbird nutzbar sein.

Weiterhin sollen Benachrichtigungen in den jeweiligen Betriebssystemen besser unterstützt werden. Zusätzlicher Schwerpunkt sind auch die Bedienoberflächen für die Einstellungen sowie die Verschlüsselung –– beide sollen eine Generalüberholung erhalten. Ob all das schon den Weg in den nächsten Release der Mail-Software finde, könne man noch nicht sagen. Ein detaillierter Überblick über die Roadmap für Thunderbird findet sich auf der Entwickler-Mailingliste.

Thunderbird hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Im Dezember 2015 dachte Mozilla-Chefin Mitchell Baker öffentlich über eine Trennung von Thunderbird und Firefox nach. Beide Projekte würden sich gegenseitig in ihrer Entwicklung behindern.

Im Mai 2017 beschloss die Mozilla-Stiftung dann aber doch, künftig das "rechtliche und fiskalische Zuhause" für das Thunderbird-Projekt zu sein – die Zukunft des Mail-Clients war gesichert.

Thunderbird wollte sich aber von der Infrastruktur von Mozilla lösen und die operative Steuerung selbst in die Hand nehmen. Das Thunderbird Council und die Mozilla-Stiftung arbeiten auch weiterhin eng zusammen. Vergangenen August veröffentlichte das Team Thunderbird 60. (axk)

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