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E-Paper-Spezialist PVI schreibt rote Zahlen

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Für Prime View International (PVI), Hersteller der E-Paper-Displays für Sony, Amazon und iRex hat das Jahr wenig rosig begonnen. Das Tochterunternehmen der taiwanischen Yuen Foong Yupaper Gruppe (YFY) schloss das erste Quartal 2009 bei einem Umsatz von 40,6 Millionen Euro (1,8 Milliarden NT) mit einem Verlust von rund 17,8 Millionen Euro vor Steuern ab. Das berichtet der Brancheninformationsdienst Digitimes.

Für die roten Zahlen sorgte vor allem der von PVI Ende 2007 übernommene LCD-Spezialist Boe Hydis mit einem Minus von 9 Millionen Euro. Durch die Übernahme gelangte PVI seinerzeit in den Besitz dreier LCD-Fabriken der Generationen 2,5 und 3,5 und funktioniert diese teilweise zur Herstellung von elektronischem Papier um. So ganz scheint die Integration von Hydis aber noch nicht gelungen.

Auch das Geschäft mit den reflektierenden Elektrophorese-Displays (EPD), die unter anderem in Sonys E-Book-Reader und Amazons Kindle stecken, floriert derzeit offenbar weniger gut als erhofft. Für das zweite Quartal rechnet der taiwanische E-Paper-Spezialist jedoch mit einer schwarzen Null, im dritten Quartal gar mit einem Gewinn. Dies hänge allerdings von der Situation bei Hydis ab. Alle drei Hydis-Fabriken sollen dann auf die E-Paper-Produktion umgestellt werden. Bislang erzielt PVI mit den EPDs rund die Hälfte seiner Einnahmen.

Den Einstieg in die Welt des elektronischen Papiers gelang dem Tochterunternehmen des taiwanischen Druckpapier-Spezialisten YYF im Mai 2005 durch die Übernahme der E-Paper-Sparte von Philips. PVI verwendet die elektronische Tinte der Firma E-Ink. Elektronisches Papier hat für Mobilgeräte einen wesentlichen Vorteil: Es ist bistabil, weshalb die Lesegeräte nur beim Umblättern Strom benötigen. E-Paper-Displays bestehen aus winzigen in einer Flüssigkeit schwimmenden Pigmentkügelchen, die sich im elektrischen Feld an die Schirmoberfläche bewegen oder sich von dieser entfernen. Auf diese Weise entstehen weiße oder schwarze Bildpunkte. Weil die Displays rein reflektiv arbeiten, gleicht der Bildeindruck dem von gedrucktem Papier. (uk)