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E-Plus stabil, Mutterkonzern baut Stellen ab

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Die niederländische Muttergesellschaft des Mobilfunknetzbetreibers E-Plus hat nach einem Umsatzrückgang im ersten Quartal den Abbau von bis zu 5000 Arbeitsplätzen angekündigt. Zugleich warnte der KPN-Konzern am Donnerstag vor einem Umsatzrückgang im gesamten Jahr 2011. Für den Negativtrend habe maßgeblich ein schlechtes Mobilfunkgeschäft in den Niederlanden gesorgt, während KPN in Deutschland und Belgien erneut gewachsen sei.

E-Plus konnte neue Kunden hinzugewinnen und den Serviceumsatz leicht steigern. Der Netzbetreiber erwirtschaftete im ersten Quartal einen Gesamtumsatz von 773 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Der Umsatz mit Mobilfunkdiensten stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 Prozent auf 736 Millionen Euro. Dabei verweist das Unternehmen auf negative Effekte der vom Regulierer verfügten Absenkung der Terminierungsentgelte, die auch das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 321 auf 301 Millionen gedrückt habe.

Zum 31. März 2011 zählte das Unternehmen knapp 21 Millionen Kunden, davon 7,2 Millionen mit Laufzeitvertrag und 13,8 Millionen Prepaid-Kunden. In den vergangenen zwölf Monaten hat die E-Plus Gruppe rund 1,7 Millionen zusätzliche Nutzer für die eigenen Marken und über Kooperationspartner hinzugewonnen, 553.000 davon im abgelaufenen 1. Quartal. Als Wachstumstreiber hat sich nach Unternehmensangaben einmal mehr das Datengeschäft erwiesen. Inzwischen machen Datendienste inklusive SMS 35 Prozent des Serviceumsatzes aus. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde sank von 13 Euro im Vorquartal auf 12 Euro.

Der Mutterkonzern KPN verbuchte ein Ebitda von rund 1,27 Milliarden Euro und damit 4,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt weist KPN jedoch im ersten Quartal 2011 einen Nettogewinnsteigerung von 32 Prozent auf 591 aus. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet KPN nun mit einem Ebitda von rund 5,3 Milliarden Euro; im Vorjahr standen noch 5,5 Milliarden Euro in den Bilanzen. Zuvor hatte der Konzern für 2011 noch Wachstum in Aussicht gestellt. "Wir sind mit negativen Trends in den Niederlanden konfrontiert", erklärte KPN-Chef Eelco Blok laut dpa. Der Konzern will jetzt sparen. Dafür sollen bis 2015 in den Niederlanden 4000 bis 5000 Stellen und damit 20 bis 25 Prozent der heutigen Arbeitsplätze entfallen. In Deutschland dagegen werde KPN weiter investieren. (vbr)