E-Roller-Verleiher Coup gibt auf

Der Elektroroller-Anbieter Coup stellt ab Mitte Dezember sein Geschäft ein. Die Sharing-App war bisher in Berlin, Tübingen, Paris und Madrid verfügbar.

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(Bild: Coup)

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Der E-Roller-Vermieter Coup stellt ab Mitte Dezember sein Angebot schrittweise ein. Das gab das zu Bosch gehörende Unternehmen am Montag bekannt. Das Start-Up hatte seit 2016 Elektroroller angeboten, die über eine App gemietet werden konnten – zunächst in Berlin, später auch in Madrid und Paris sowie in Tübingen. Bestehende Guthaben können noch verfahren werden oder werden zurückgezahlt.

"Eine Fortführung von COUP ist auf dem hart umkämpften Sharing-Markt bei gleichzeitig hohen Kosten langfristig wirtschaftlich nicht möglich", teilte das Unternehmen mit. Der Aufwand, die Plattform zur Verfügung zu stellen sowie den Betrieb mit regelmäßigem Batterietausch und Kundenservice aufrecht zu erhalten, sei äußerst kostenintensiv gewesen. In Berlin und Tübingen soll nun ab Mitte Dezember Schluss sein, auch Madrid und Paris werden folgen – wann genau, ist noch nicht bekannt. Kunden sollen den Service bis zuletzt noch voll nutzen können und eventuelles Restguthaben zurückerstattet bekommen.

Coup sollte als Tochterunternehmen von Bosch das Mobilitätskonzept Sharing vorantreiben und hatte nach dem Start mit wenigen Hundert Rollern stark expandiert. Nach Unternehmensangaben umfasste die Flotte von Coup zuletzt insgesamt mehr als 5000 Fahrzeuge des taiwanischen Herstellers Gogoro, allein in Berlin sind es 1500 Stück. Was mit den Rollern in Zukunft geschehen soll, ist noch unklar, zunächst sollen sie jedoch eingelagert werden, erklärte das Unternehmen dazu auf Twitter. Da es in Deutschland keine öffentliche Ladeinfrastruktur für die Modelle gebe, könne man sie auch nicht zum Kauf anbieten.

Nach Angaben von Coup soll den 120 Mitarbeitern, davon 75 in Berlin, bei der Vermittlung auf neue Arbeitsplätze geholfen werden. Ansonsten seien Abfindungen geplant. Auf Nachfrage von heise online erklärte eine Sprecherin von Coup, die Mitarbeiter seien ebenfalls erst heute über die Einstellung informiert worden. (siko)