E-Tretroller: Voi richtet Stellzonen ein

In vier deutschen Städten richtet Voi virtuelle Parkzonen für seine E-Tretroller ein. Wer dort parkt, bekommt einen Rabatt.

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E-Tretroller: Voi richtet Stellzonen ein

In Stockholm testet Voi Parkstationen für Elektrotretroller. Sie sollen auch nach Deutschland kommen.

(Bild: Voi)

Von
  • Andreas Wilkens

Der E-Tretroller-Verleih Voi will das Parken seiner Gefährte "strenger regulieren", wie er schreibt. Daher führt das Unternehmen in München, Nürnberg, Frankfurt und Stuttgart virtuelle Stellplätze ein. An wichtigen Verkehrsknotenpunkten sowie in der Nähe von Stellen, an denen die Gehsteige zu schmal für das Abstellen von Fahrzeugen sind, soll es ab dem 8. Februar Parkzonen für E-Scooter geben.

Wer seinen Elektrotretroller in diesen Bereichen abstellt, bekommt 50 Cent zurückerstattet, verspricht Voi. Die Parkzonen werden in der Voi-App angezeigt; das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben an einem E-Scootermodell, das über ein Display am Lenker Parkzonen in der Nähe anzeigt. Zudem testet Voi in Stockholm Dockstationen für E-Scooter, an denen die Geräte geparkt und geladen werden können. Die Technik soll auch nach Deutschland kommen.

Die Schritte sind das Resultat einer Zwischenbilanz der Voi-Aktivitäten in Deutschland. Auch treibt das Unternehmen die geplante Novellierung der Straßenverkehrsordnung, über die kommende Woche der Bundesrat entscheiden will. Die E-Scooter vom Gehsteig zu verbannen, wie es nun vorgesehen sei, hält Voi für "unnötig und nicht zielführend".

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"Aktuell gibt es Fahrbahnen und Parkplätze nur für Kraftfahrzeuge, nicht aber für alternative Mobilitätsangebote – das muss sich ändern", sagte Claus Unterkircher, Vois Geschäftsführer für Deutschland. Fast die Hälfte des Innenstadtbereichs in einigen deutschen Städten bestehe aus Straßen und Stellplätzen für Autos. "Und obwohl Million von Fahrzeugen dort tagtäglich im Stau stehen, kommen immer mehr dazu. Verbieten wir jetzt das Abstellen der E-Scooter auf dem Gehweg, ist das eine Absage an die Verkehrswende", meint Unterkircher.

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(Bild: Lime)

(anw)