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E3: Electronic Arts setzt auf Bewährtes

In deutlich kleinerem Rahmen als auf früheren Ausgaben der Spielemesse E3 hat Hersteller Electronic Arts zahlreiche Spiele für alle Systeme vorgestellt.

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"Wir zeigen euch gleich in 60 Minuten, was ihr in den vergangenen zwei Wochen schon online sehen konntet", scherzte Peter Moore, COO von Electronic Arts kurz vor Beginn der Präsentation am Vortag der Spielemesse E3 in Los Angeles. Was es dann zu sehen gab, war eine in jeder Hinsicht etwas reduzierte Veranstaltung ohne echte Überraschungen, die bei großen Highlights auf Making-of-Videos statt auf Spielgrafik setzte – auch ein Jahr nach deren erster Ankündigung. So bewahrheitete sich Moores anfänglicher Scherz am Ende dann doch.

Zur Eröffnung gab es gar nur eine Art Making-of von einer der größten Hoffnungen – "Star Wars: Battlefront", einem Actiontitel der schwedischen EA-Tochter DICE. Zu erfahren war nur, wie die Entwickler sich in George Lucas' Archiven umschauten und die Drehorte von Das Imperium schlägt zurück" sowie "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" besuchten – alles unterlegt mit der Filmmusik von John Williams.

E3 2014: Electronic Arts setzt auf Bewährtes (4 Bilder)

In "Battlefield: Hardline" bekämpfen sich Polizei und Verbrecher bis aufs Blut – Kopfschüsse und eine völlig zertrümmerte Innenstadt von Los Angeles inklusive.

Ein Trinkspiel-Vorschlag: Immer, wenn bei einer E3-Präsentation ein Drache ins Bild kommt, muss man einen Schluck zu sich nehmen. Das Glas wäre bei "Dragon Age: Inquisition" schnell leer gewesen. Zum dritten Teil der Rollenspielserie von Bioware gab es eine kurze Sequenz, in der vier Helden gegen einen feuerspuckenden Unhold antraten. Dazu dann diverse vorberechnete Filme, die immerhin einen besseren Eindruck als der arg verkorkste Vorgänger machten. Bioware arbeitet außerdem an einem neuen "Mass Effect" sowie einem noch namenlosen Titel. Der scheint in der Gegenwart zu spielen, doch auch hier gab es keine Spielgrafik, sondern nur eine Wetterstudie einer Behausung in einem Wald zu sehen.

Brachte EA früher für die Sportspielvorstellungen bekannte Sportler auf die Bühne, mussten dieses Mal Promo-Videos reichen. In EA Sports UFC teilt immerhin Bruce Lee auf PS4 und Xbox One Schläge aus, doch hätte sich der Meister wirklich von anderen Kämpfern nach ein paar Tritten auf die Matte werfen lassen? NHL, FIFA und Madden NFL 15 nutzen immerhin die grafischen Fähigkeiten der neuen Konsolengeneration gut aus. Das Golfspiel EA Sports PGA Tour setzt auf die Frostbite-Engine der Battlefield-Reihe – prompt landen auf Fantasiekursen brennende Kriegsschiffe auf dem Green.

Auch sonst herrschte Evolution statt Revolution: Die namensgebenden Sims in "Die Sims 4" sind jetzt noch schlauer und vielschichtiger gestrickt, Heldin und Halunken im Free-Running-Spiel "Mirror's Edge 2" sollen noch lebensechter wirken, das EA-MOBA (Multiplayer Online Battle Arena) "Dawngate" noch mehr Wahlmöglichkeiten bieten.

Mit dem tendenziell menschenverachtenden "Battlefield: Hardline" endete die Vorstellung: Im Los Angeles der Gegenwart töten sich Bankräuber und Polizisten hochaufgelöst mit Kopfschüssen und Handgranaten – insbesondere ob der doch real existierenden Waffengewalt in den USA eine etwas zweifelhafte Angelegenheit. Die Besucher störte es nicht: Sie jubelten laut darüber, sich unmittelbar nach der Pressekonferenz für die Betaphase des Spiels für PlayStation 4 und PC registrieren zu dürfen. (Roland Austinat) / (anw)

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