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E3: Microsoft erweitert Kinect-Angebot

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Die Macht machts möglich: In Kinect Star Wars soll der Spieler wie ein Jedi Ritter Objekte per Handbewegung steuern können.

(Bild: Erich Bonnert)

Microsoft hat im Vorfeld der Spielemesse E3 in Los Angeles neue Unterhaltungs- sowie Bedienkonzepte für die Xbox 360 und die Bewegungssteuerung Kinect vorgestellt. Das bislang nur in Teilen per Kinect bedienbare Menü der Spielkonsole soll künftig komplett per Sprach- und Winksteuerung zu bedienen sein. Microsoft plant eine stärkere Vernetzung der Xbox 360 mit dem Internet und hat seine Suchmaschine Bing auf die Konsolenoberfläche integriert. Sie erleichtert Nutzern das einfache Auffinden von Medieninhalten. Ab Herbst soll das Angebot an Filmdiensten für die Xbox 360 deutlich erweitert werden. So soll – zumindest in England – das Programm von Sky TV über die Konsole abrufbar werden. Weltweit werde man künftig auf die Filmclips von Youtube zugreifen können. Dank der Integration von Kinect und Bing benötigt man dazu keine Tastatur und Maus. Stattdessen stöbert man mit einfachen Sprachbefehlen in Googles Video-Plattform herum.

Um das Angebot an Kinect-Spielen auf der Xbox 360 zu erweitern, ist ab sofort das "Kinect Fun Labs" auf der Konsole abrufbar. Es umfasst experimentelle Zusatzfunktionen, die die Bandbreite der 3D-Kamera verdeutlichen sollen. Unter anderem ist auch eine Erkennung einzelner Finger vorgesehen, die bislang mit der Kinect-Kamera nicht möglich war.

Bei dem Spiele-Angebot konzentrierte sich Microsoft vornehmlich auf sogenannte Hardcore-Titel, die künftig um Kinect-Funktionen erweitert werden und alteingessessene Spieler aus dem Sofa locken sollen. So plant Mojang, sein Kultspiel "Minecraft" auf die Xbox 360 mit Kinect-Steuerung zu portieren. Das Frankfurter Studio Crytek will den Spieler in "Ryse" in mittelalterliche Schwertkämpfe verwickeln, während Lucas Arts für "Kinect Star Wars" Duelle mit dem Lichtschwert einplant. Beim kommenden Weltraum-Abenteuer "Mass Effect 3" von Bioware wird man die Dialogoptionen per Sprachbefehl auswählen können. Ubisoft will künftig seine Militär-Serie "Ghost Recon" mit einem Waffen-Editor ausrüsten, der sich über Gesten und Sprachbefehle bedienen lässt. Doch nicht alle Spiele setzen auf Kinect: In Shootern wie "Modern Warfare 3", "Halo 4" oder der Neuauflage von "Tomb Raider" ballert man ganz klassisch per Gamepad. (hag)