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E3: Wii funktioniert Nintendos Hardware?

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Während auf der Nintendo-Pressekonferenz zur neuen Spielkonsole Wii die Spiele im Mittelpunkt standen, erfährt man bei Nintendo Japan und Amerika weitere Details. So gibt es Informationen zu Controller und der Wii-Hardware, die das bisherige Bild vervollständigen.

Die Fernbedienung hält via Bluetooth kabellosen Kontakt zur Konsole, wobei sie nicht nur Steuerungsbefehle sendet, sondern auch Töne für ihren eingebauten Lautsprecher empfängt. In die Fernbedienung und dem Nunchuk genannten Zusatzcontroller mit Analog-Stick sind Beschleunigungssensoren von STMicroelectronics eingebaut, die Bewegungen in drei Achsen registrieren. An die Konsole wird zusätzlich ein stabförmiger Sensor angeschlossen, den man unter oder auf den Fernseher legt: Er empfängt Signale von der Stirnseite der Fernbedienung, die sich dadurch wie eine Art Laserpointer auf dem Bildschirm benutzen lässt. Während Bluetooth eine Entfernung von 10 Metern ermöglicht, funktioniert der Stabsensor nur innerhalb von 5 Metern Entfernung zum Fernseher.

Die Konsole kann über ihren eingebauten WLAN-Port (IEEE802.11b/g. 11 beziehungsweise 54 MBit/s brutto im 2,4-GHz-Band) Anschluss ans Internet finden oder mit dem Nintendo DS Kontakt aufnehmen. Für eine schnellere Ethernet-Verbindung benötigt man einen zusätzlichen USB-2.0-Adapter, der separat verkauft wird. Ebenso soll der Opera-Webbrowser nicht im Grundpaket enthalten, sondern optional erhältlich sein. Der Online-Dienst Wii Connect 24 kann die Konsole im Push-Betrieb mit neuesten Software-Updates und Spielen für die Virtual Console (NES, SNES und Nintendo 64) versorgen, auch wenn im Stand-by-Modus der Lüfter abgeschaltet ist. Ebenso soll man Nachrichten von Freunden empfangen können – von E-Mails ist jedoch nicht die Rede.

Der Multi-AV-Port soll analoge Fernsehanschlüsse für Composite, S-Video und Komponente ermöglichen, digitale Anschlüsse werden nicht erwähnt. Bereits zuvor hatte Nintendo erklärt, dass die Wii-Konsole lediglich Standardauflösungen in PAL oder NTSC unterstützt. Fraglich ist weiterhin, ob die Wii-Konsole von Haus aus Video-DVDs abspielt oder ob dazu womöglich ein zusätzlicher MPEG-2-Decoder nötig ist.

Zum Preis äußerte sich Nintendo bisher nur so weit, dass Wii günstiger sein soll als die Xbox 360. Das Magazin Electronic Gaming Monthly will derweil erfahren haben, dass Nintendo einen Preis von 249 US-Dollar anpeilt. NES-Spiele sollen für ein paar US-Dollar, SNES-Spiele für 5 US-Dollar und Nintendo-64-Titel für 10 US-Dollar zum Download angeboten werden. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bisher nicht.

Siehe zu Nintendos neuer Spielkonsole auch: (hag)

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