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EA: Durchwachsene Quartalszahlen, Battle Royale soll es richten

Die aktuellen Quartalszahlen von EA sind eher enttäuschend. Schuld daran ist vor allem Battlefield V, das ohne Battle-Royale-Modus auf den Markt kam.

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EA: Durchwachsene Quartalszahlen, Battle Royale soll es richten

(Bild: EA)

Spiele-Publisher EA ist mit den aktuellen Quartalszahlen nicht ganz zufrieden: Im Q3 2019, das am 31. Dezember endete, erwirtschaftete EA einen Umsatz von 1,29 Milliarden US-Dollar. Damit verfehlte das Unternehmen das gesteckte Ziel um 86 Millionen Dollar. Schuld daran ist laut EA vor allem der Shooter Battlefield V, der sich enttäuschend verkaufte.

Laut EA-Chef Andrew Wilson wurde Battlefield V 7,3 Millionen Mal verkauft, geplant habe man mit etwa einer Million mehr verkauften Einheiten. Diese vergleichsweise schwache Performance begründet EA unter anderem mit der Ausrichtung des Shooters. "Wir haben die Entscheidung getroffen, andere Features, wie zum Beispiel eine Einzelspieler-Komponente, gegenüber einem Battle-Royale-Modus zu priorisieren. In diesem Jahr waren Battle-Royale-Modi bei Spielern unglaublich beliebt", sagte Wilson den Investoren.

Battlefield V war von Anfang an mit einem Battle-Royale-Modus nach Vorbild von PUBG und Fortnite konzipiert. Dieser "Firestorm"-Spielmodus wurde dann allerdings zumindest zum Release gestrichen. EA will ihn in den kommenden Wochen noch nachliefern. Auch der späte Release-Termin soll den Verkaufszahlen von Battlefield V geschadet haben, sagt Wilson. BFV kam nach mehreren Verzögerungen im November in den Handel.

Der Battle-Royale-Modus wurde von Fortnite und PUBG populär gemacht, auch Battlefield-Konkurrent Call of Duty hat mittlerweile einen solchen Spielmodus, bei dem jeder Spieler nur ein Leben hat. EA hat nun mit Apex Legends ein Spiel rausgebracht, das ausschließlich als Battle Royale spielbar ist. Apex Legends ist von den Titanfall-Machern Respawn Entertainment und kostenlos spielbar.

EA erwartet derweil, dass sich die schwache Performance in Q3 auch in Q4 fortsetzen wird. Die Erwartungen für die Umsätze im Fiskaljahr wurden daher nach unten korrigiert, sagt Wilson. Für das kommende Actionspiel Anthem erwartet EA 5 bis 6 Millionen verkaufte Einheiten. Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen fiel die EA-Aktie zwischenzeitlich um 18 Prozent. (dahe)

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